Crailsheim „Möchte den Weg weitergehen“

Crailsheim / Michael Wiedmann 06.08.2018

Bei den Hakro Merlins Crailsheim wird dieser Tage nicht nur in Sachen Erste Bundesliga fleißig gearbeitet. Schließlich soll auch in dieser Saison die Erfolgsstory im Unterbau mit drei weiteren Teams auf höchstem Leistungsniveau fortgesetzt werden. Basis dafür ist die Vertragsverlängerung mit Nachwuchs-Coach Kai Buchmann.

„Es gab für mich keinen Grund, die Merlins zu verlassen“, kehrt Kai Buchmann die Frage nach seinem Verbleib in Crailsheim ins Gegenteil um. Er fühle sich ausgesprochen wohl in der Merlins-Organisation, so die weitere Einlassung des 37-Jährigen.

Seine Aufgabe hat er in jedem Fall bei den Zauberern gefunden: „Ich möchte den vor mehr als zwei Jahren begonnenen Weg mit dem 2001er-Nachwuchs-Jahrgang weitergehen, bis diese Jungs ihre ,Ausbildungszeit’ im Jugendbasketball beenden.“

Das wird in zwei Jahren der Fall sein, wenn die Talente die obere Altersgrenze der U-19-Bundesliga überschreiten und dort nicht mehr zum Einsatz kommen werden. „Wir ziehen hier alle an einem Strang und verfolgen ein gemeinsames Ziel“, freut sich Buchmann über das entgegengebrachte Vertrauen und schaut zurück auf „eine emotionale Saison. Der Sommer 2017 war lang durch die Qualifikation und den Aufbau der Strukturen für die U-19-Bundesliga.“

Noch jüngeres Regio-Team

Beim Blick voraus rückt aber zunächst die zweite Herrenmannschaft in den Fokus. Die wird zwar auch von Buchmann trainiert und besteht zu großen Teilen aus den Talenten der Nachwuchs-Bundesliga. Doch genau darin liegt das Spezielle dieses Teams. „Wir werden hier noch einen Schritt weiter gehen in Sachen Nachwuchsförderung. Das Team wird noch jünger aufgestellt sein und gerade die NBBL-Spieler werden noch mehr Verantwortung bekommen“, so Buchmann. Neben den U-19-Spielern sollen in der Regionalligamannschaft in dieser Saison nur noch drei statt fünf ältere Spieler im Kader stehen, wobei einzig Publikumsliebling Antonis Sivorotka dem Teenager-Alter schon etwas länger entwachsen ist. Der 32-Jährige präsentierte sich bereits in dieser Saison als absoluter Leader und wird auch künftig mit seiner Erfahrung vorangehen.

Routinier Dalibor Cevriz und Merlins-Urgestein Harald Debelka werden dagegen nicht mehr an Bord sein. Auch US-Big-Man Eric Ross kehrt nicht zurück. Für ihn kommt mit Arsenio Arrington ein ebenfalls sehr junger und hochtalentierter Amerikaner nach Crailsheim.

Saisonziel: Spielerentwicklung

Zudem können die Hakro Merlins Liam Carpenter wieder begrüßen. Der 20-jährige Brite kehrt nach einem Intermezzo beim nordrhein-westfälischen Regionalligisten BG Hagen nach Crailsheim zurück, nachdem durch seine Frau der Kontakt in die Horaffenstadt ohnehin nicht wirklich abgebrochen war: „Das passt für Liam sowohl sportlich als auch privat einfach sehr gut“, ergänzt Buchmann.

Auch auf der Trainerbank darf sich der Berliner über Verstärkung freuen. Mit Oscar Wieland steht ihm künftig ein junger Assistenztrainer zur Seite, der ebenfalls aus der Bundeshauptstadt kommt.

Das Saisonziel für die Merlins II bleibt klar. Sportlich kann es mit der jungen Mannschaft nur um den Klassenerhalt gehen. Im Vordergrund steht die realistische Chance für alle Talente, den Weg zum Profi erfolgreich bestreiten zu können. „Dieser Ausbildungsauftrag gilt uneingeschränkt auch für die zweite Saison in der U-19-Bundesliga. Nach dem sensationellen Play-off-Einzug mit einer sehr jungen Mannschaft wird die Altersstruktur nun noch stärker auf die jüngeren Jahrgänge gelenkt. Neben Sören Urbansky (Jahrgang 2000) werden alle Spieler aus den Jahrgängen 01 und 02 stammen und somit noch zwei Jahre zusammen in der ,NBBL’ spielen können. Wohin die Reise in der Nachwuchs-Bundesliga in diesem Jahr geht, will Buchmann nicht prognostizieren: „Die Gruppeneinteilung wurde kürzlich bekannt gegeben. Wir werden auf ein paar bekannte Gegner treffen, müssen unglücklicherweise aber auch wieder sehr weite Strecken auf uns nehmen, da unter anderem Braunschweig der Südost-Gruppe zugeteilt wurde. Natürlich würden wir sehr gerne wieder in die Play-offs kommen, aber die Konkurrenz wird von Jahr zu Jahr größer.“

32

Jahre ist Antonis Sivorotka alt. Der Routinier der Zweiten präsentierte sich als absoluter Leader und wird auch künftig mit seiner Erfahrung vorangehen.

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