Eurocup Berlin auf der Wunschliste der Ulmer Basketballer

Das Hinspiel gegen Jerusalem in eigener Halle war mit 103:77 eine klare Sache für Ulm. Augustine Rubit (21) und Raymar Morgan (8) wollen sich erneut für einen Sieg strecken.
Das Hinspiel gegen Jerusalem in eigener Halle war mit 103:77 eine klare Sache für Ulm. Augustine Rubit (21) und Raymar Morgan (8) wollen sich erneut für einen Sieg strecken. © Foto: Eibner
Ulm / Helen Weible 14.12.2016
Wie geht es im Eurocup weiter? Bei einem Sieg in Jerusalem könnte Ratiopharm Ulm Tabellenzweiter werden. Die Top-16-Gegner der erfolgreichen Basketballer sind aber offen.

Zeit haben die Ulmer Verantwortlichen bei der Anreise in die Hauptstadt Israels genug. Es gäbe etliche Gedankenspiele über die möglichen Eurocup-Gegner in der Runde der Besten 16 (ab 4. Januar). Tun werden sie es nicht vor dem heutigen Spiel gegen Hapoel Jerusalem (ab 19.15 Uhr/Konferenz auf Pro 7 MAXX), denn keiner hat’s letztlich in der Hand. „Es gibt lediglich ein paar Gegner, die mir lieber wären“, sagt Manager Thomas Stoll.

Fakt ist jedoch: Wenn die Ratiopharm-Korbjäger mit dem Selbstvertrauen aus dem 78:63-Triumph über Meister Bamberg auch auswärts jubeln sollten, beenden sie die Eurocup-Vorrunde mit fünf Siegen als Tabellenzweiter. Wenn sie verlieren sollten, sind sie Dritter hinter Jerusalem. In diesem Fall würden sie in die Gruppe F kommen, wo bereits zwei Teams gesetzt sind: der litauische Tobklub Lietkabelis Panevezys und BC Khimki Moscow aus Russland. Hier könnten es die Ulmer zudem mit dem FC Bayern München oder dem aktuellen Gruppenersten St. Petersburg zu tun bekommen. Doch das hängt eben davon ab, wie die Teams ihre letzte Partie gestalten.

Wenn das Team von Thorsten Leibenath Zweiter wird, dann geht es in der weiterführenden Gruppe G möglicherweise gegen mehrere spanische Teams wie Malaga, Bilbao oder Fuenlabrada (bei Madrid). Aber auch der BBL-Siebte Alba Berlin kommt als Gegner in Frage. Stoll kategorisiert die Konkurrenten im europäischen Wettbewerb in drei Bereiche: Erstens, was den sportlichen Reiz betrifft, zweitens was den Reiseaufwand anbelangt, und drittens, was die Fans geboten bekommen. Von dem her wäre Ulm „als Zweiter in der bisschen besseren Gruppe“, weil natürlich russische und litauische Vereine höchstens in der ersten Kategorie richtig gut abschneiden. Auch Assistenzcoach Pete Strobl lässt es gelassen auf sich zukommen. Er hat sich mit Thorsten Leibenath konzentriert auf die Partie gegen Jerusalem eingestellt. Aus dem klaren 103:77-Sieg im ersten Aufeinandertreffen sollten nicht allzu viele Schlüsse gezogen werden. „Jedes Spiel ist anders. Dass wir hier zu Hause hoch gewonnen haben, bedeutet nichts für diese Partie“, sagt Strobl. Der große Star der Isrealis, Amar’e Stoudemire, musste Anfang November geknickt vom Parkett trotten. Dafür punktete ein anderer zu hoch: Jerrells Curtis war mit 23 Zählern der gefährliche Mann. Strobl und Stoll warnen unisono davor, irgendeinen Spieler auf die leichte Schulter zu nehmen. „Als Amerikaner bin ich mit Amar’e Stoudemire groß geworden. Ich finde es toll, wenn Spieler seines Kalibers in Europa auflaufen. Gleichzeitig wissen wir, dass jeder andere im Jerusalemer Kader gut genug ist, um uns weh zu tun“, so Strobl. Stoll verspricht: „Es wird kein Freundschaftsspiel. Der Eurocup ist auch eine Präsentationsbühne. Jeder Spieler kann sich hier zeigen und gibt alles.“ In Bestbesetzung tritt der Bamberg-Bezwinger an und hofft gleichzeitig auf ein wenig Glück, was die kommende Gruppenkonstellation angeht.

Eurocup live und beliebte Termine

Das Auswärtsspiel in Jerusalem wird nicht nur live bei Telekom Basketball übertragen. Die letzte Erstrunden-Partie im Eurocup ist auch auf Pro 7 MAXX zu sehen. Zusammen mit der Partie des FC Bayern Basketball (vs. Budocnost) und dem Ulmer Spiel gibt es ab 19.45 Uhr eine Konferenzschaltung.

Begehrte Tickets Noch nie war es so schwer, an Tickets für Heimspiele der Ulmer Basketballer zu kommen. Bereits drei der acht Rückrundenspiele sind ausverkauft, darunter das Duell gegen Berlin (18.März) und das Rückspiel gegen München (8. April). Am Sonntag, 26. März, fährt Ratiopharm Ulm übrigens zum Rückspiel bei den  Bambergern.

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