Ulm Soziale Gruppenarbeit für Grundschüler

Ulm / VS 29.04.2013

Die Schule ist für Kinder und Jugendliche nicht nur ein Ort, an den sie zum Lernen kommen. Hier geht es auch um Persönliches, und manchmal werden dabei private Probleme offenbar. Deshalb gibt es Schulsozialarbeit. Die Stadt Ulm finanziert derzeit 13 solcher Stellen an allen sechs Werkreal-, allen vier Real- sowie an Förder- und beruflichen Schulen. An den Grundschulen gibt es keine Schulsozialarbeit, aber soziale Gruppenarbeit (SGA). Wie Helmut Hartmann-Schmid, Leiter der Abteilung Kinder, Jugend und Familie, im Schulbeirat erklärte, ist die SGA ein Angebot, das aus den Mitteln des Jugendamts finanziert wird - konkret aus den Hilfen zur Erziehung. 2012 gab es 14 SGA-Gruppen, an denen 107 Grundschulkinder teilgenommen haben.

Eingerichtet werden die Gruppen, wenn es in einer Klasse vier und mehr Kinder mit besonderen Auffälligkeiten gibt. Je nach Bedarf, findet die Gruppenarbeit zwischen ein- und dreimal pro Woche statt. Die SGA findet an der Schule statt. Ziel ist es, so Hartmann-Schmid weiter, die Kinder "so früh wie möglich flexibel in die Hilfemaßnahme einzubinden". Denn je früher sie Hilfe bekommen, desto besser wirke sie. Wie lange die Gruppe besteht, hängt vom Bedarf ab; das kann von einem bis zu vier Jahren dauern. "Wir begrenzen die Kapazität der SGA nicht, sondern richten sie dort ein, wo es nötig ist."

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