Mit steigendem Lebensalter nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, eine Herzinsuffizienz zu bekommen. Weil der Herzmuskel zu schwach ist, um ausreichend Blut durch den Körper in die Lunge und auch in andere Organe zu pumpen, werden diese unzureichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Bei den Betroffenen kommt es dann zu Atemnot, Leistungsminderung und Müdigkeit. Ein Blutstau kann zu einem lebensbedrohlichen Lungenödem führen.
Erfreulicherweise konnten gerade in den letzten Jahren bei der Therapie der Herzschwäche erhebliche Fortschritte erzielt werden. Die Basis stellt eine medikamentöse Therapie dar. In vielen Fällen profitieren Patienten auch von der Implantation eines sogenannten biventrikulären Schrittmachers/ Defibrillators, welcher die geschwächte Herzkammer synchron zum Schlagen bringt und damit die Pumpleistung verbessert.
Verständlicherweise sind Patienten bei der Diagnose einer Herzschwäche unsicher, inwieweit sie sich körperlich belasten können oder treiben aus Vorsicht gar keinen Sport. Um einer Verschlechterung der Herzschwäche vorzubeugen, sowie die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität zu verbessern, ist regelmäßiges körperliches Training enorm wichtig. Mehrere Studien der letzten Jahre haben gezeigt, dass ein moderates Ausdauertraining nicht nur Leistungsfähigkeit und Lebensqualität steigert, sondern auch die Lebenserwartung der Patienten verlängert. Aus diesem Grund wird Patienten mit Herzschwäche, insbesondere nach einem Krankenhausaufenthalt, eine kardiologische Rehabilitation empfohlen (gemäß der deutschen kardiologischen Reha-Leitlinie und der Empfehlungen der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation).

Individuelle Therapieformen

Die Antragstellung zur kardiologischen Rehabilitation kann durch den Sozialdienst im Krankenhaus, den Hausarzt oder den behandelnden Kardiologen erfolgen. „Im Zentrum für ambulante Rehabilitation (ZAR) Ulm bieten wir im Rahmen einer kardiologischen Rehabilitation gerade auch für Patienten mit Herzschwäche eine multimodale, individuelle Therapie an“, sagt der kardiologische Chefarzt des ZAR, Dr. Robert Lauer und erläutert weiter: „Mit unserem Team aus Ärzten, Pflegepersonal, Sportpädagogen, Physio- und Ergotherapeuten, Psychologen und Sozialarbeitern erstellen wir ein fein auf den Patienten abgestimmtes Programm und bereiten diesen damit bestmöglich für den Umgang mit der Erkrankung auf seinem weiteren Lebensweg vor.“

Zentrum für ambulante Rehabilitation (ZAR)

Dr. med. Robert Lauer, Chefarzt

Zur Person

Dr. med. Robert Lauer ist Facharzt für Innere Medizin-Kardiologie und seit 2016 Chefarzt der Fachabteilung Kardiologie am ZAR.

Kontakt

ZAR Ulm
Pfarrer-Weiß-Weg 10
89077 Ulm

E-Mail: info@zar-ulm.de
Tel.: 0731 964293-100
www.zar-ulm.de