Ungefähr dreißig Prozent der Bevölkerung leidet unter einer behandlungsbedürftigen Krampfader-Erkrankung, auch Varikose genannt. Dahinter steckt eine Bindegewebsschwäche, durch die die Venenwände ausleiern und die damit verwachsenen Venenklappen als Rückschlagventile nicht mehr funktionieren. Das Blut fließt nicht mehr zielgerecht zum Herzen und dadurch erweitern sich die betroffenen Venenabschnitte im Bein. Die subjektiven Symptome der Patienten müssen dabei nicht mit dem objektiven, wahren Krankheitsbild korrelieren. Dabei werden schwere Spannungs- und Schwellungsgefühle, sowie Schmerzen nach längerem Stehen in den Beinen empfunden. Es zeigen sich Besenreiser, Varizen, sichtbare Krampfadern und später auch Ödeme, Verfärbungen und Hautveränderungen. Die schwerste Form dieser chronischen, venösen Insuffizienz ist das „offene Bein“, das „Ulcus cruris venosum“. Als Folge davon kann es zu einer Stadium-abhängigen, deutlichen Einschränkung der Lebensqualität für die Betroffenen kommen. Die Basistherapie besteht vor allem in der Anwendung medizinischer Kompressionsstrümpfe mit körperlicher Bewegung. Die modernen Therapieformen der Varikose orientieren sich am jeweiligen Beschwerdebild.

Operationsalternative: Radiofrequenzobliteration

Neben der klassischen Varizen-Behandlung, einer offenen Entfernung der Vene, das Stripping, haben sich vor allem minimal-invasive Therapieformen durchgesetzt und bewährt. Dr. Julian Zimmermann, Belegarzt in den BlausteinPraxen und der BlausteinKlinik, bringt durch seine langjährige Tätigkeit, auch als Chefarzt, ein äußerst breites Wissen in der Gefäßmedizin und chirurgische Erfahrung im Bereich der Gefäßchirurgie mit. Mittlerweile hat er sich auf die Venenerkrankungen und vor allem auf die operativen minimal-invasiven Therapieformen spezialisiert. Seit über 20 Jahren gibt es diese Technik, bei der die betroffenen Venenabschnitte mit einer Hitzesonde verschweißt werden. Über eine Punktion wird der Katheter in die Vene eingebracht und bei Temperaturen von 120 Grad wird der betroffene Abschnitt sozusagen „verkocht“. Es gibt praktisch keine Hautschnitte und keinen Blutverlust. Die Restvene wird vom Körper auf Dauer abgebaut. Der Patient ist im Gegensatz zur klassischen Operation deutlich schneller mobil und schmerzfreier. Oft wird dieses thermische Verfahren, ähnlich dem Laser, mit Schaumverödung und Entfernung von kleinen Seitenästen kombiniert. Durch das schonende Verfahren ist es auch möglich, beide Beine in einer Sitzung zu operieren.

Neueste Technik – Verklebung

Bei diesem speziellen Verfahren kann sogar nur unter örtlicher Betäubung ein Katheter in die Vene eingebracht werden und der betreffende Abschnitt wird dann mit einem „Spezialkleber“ verschlossen. Diese Technik ist eine Weiterentwicklung der Therapien und Behandlungen der Gefäße im Gehirn, die schon seit vielen Jahren angewandt werden. Ultraschall-gesteuert wird der Katheter platziert und nur kleine Tropfen dieses Klebers freigesetzt. Eine kurze, manuelle Kompression und die Vene ist sofort verschlossen. Die Komplikationsrate, in Bezug auf Blutungen und Nervenschädigungen, ist nachweislich noch geringer als bei den thermischen Verfahren. Wichtig dabei ist es, die richtige Methode für die Patienten zu finden. Ziel dieser Behandlungen ist vor allem die Beschwerdefreiheit der Patienten, um dadurch eine bessere Lebensqualität zu erreichen. Außerdem sollen auch Spätschäden wie Hautveränderungen, Thrombosen, aber vor allem „offene Beine“ (Ulcus) vermieden werden. Auch hier hat sich die BlausteinKlinik/BlausteinPraxen mit den beiden Chirurgen und den beiden Dermatologinnen auf die Behandlung von langwierigen und chronischen Wunden spezialisiert (Zertifiziertes Wundzentrum). Der große Standardvorteil liegt darin, dass nicht nur ambulant, sondern auch die Patienten, je nach Schweregrad der Erkrankung und der Risiken, stationär behandelt werden können. „Alles unter einem Dach und im Mittelpunkt steht der Mensch“, so der erfahrene Gefäßchirurg.

BlausteinPraxen

Dr. med. Julian Zimmermann

Zur Person

Dr. Julian Zimmermann ist
Chirurg, Gefäßchirurg, Phlebologe und Belegarzt der BlausteinKlinik.

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BlausteinKlinik
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