Ein steinernes Vermächtnis

Stephan Arendt arbeitet als Steinmetz im Familienbetrieb Mietz und ist hier der Spezialist für die  bildhauerisch-künstlerischen Arbeiten.
Stephan Arendt arbeitet als Steinmetz im Familienbetrieb Mietz und ist hier der Spezialist für die bildhauerisch-künstlerischen Arbeiten. © Foto: Julia Weise
Kerstin Dorn 03.11.2018

Der Spätherbst ist die Zeit des  Erinnerns und der inneren Einkehr. Es ist die Zeit, die Gräber zu richten und über die Friedhöfe zu spazieren. Es ist die Zeit, die Grabsteine zu betrachten und die Inschriften zu lesen. Manche nennen nur einen Namen und zwei Daten. Andere lassen ahnen, was den Verstorbenen charakterisiert hat.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, einen Grabstein individuell zu gestalten, weiß Tobias Mietz, der seinen Meisterbetrieb in Crailsheim bereits in vierter Generation führt. Neben den Wünschen des Verstorbenen und der Hinterbliebenen ist es auch von der Kreativität und dem handwerklichen Geschick des Steinmetzes abhängig, einen Grabstein zu einem individuellen Vermächtnis zu machen – im besten Fall zu einem Kunstwerk, das ein ganzes Leben verewigt.

Tobias Mietz und sein erfahrenes Team wissen, dass jeder Kunde andere Vorstellungen hat. Die einen brauchen Beratung von Anfang an, die anderen wollen absolute Ruhe, um sich selbst über ihre Vorstellungen klar zu werden. Darauf ist man bei Mietz eingestellt. Die große Ausstellung in der Goldbacher Straße 8-12 kann zu jeder Zeit besucht werden, auch an den Wochenenden. Dort können Suchende die Vielfalt der Möglichkeiten in Bezug auf Steinarten, Formen und Gestaltung auf sich wirken lassen.

In einem persönlichen Beratungsgespräch werden die Vorstellungen und Wünsche der  Kunden genau besprochen. Für diese Beratung nimmt sich Familie Mietz viel Zeit. „Viele Kunden haben bereits Ideen, wenn sie zu uns kommen“, sagt Meister Tobias Mietz, „und unsere Aufgabe ist es dann, diese umzusetzen.“ Dabei nimmt er gern Bleistift und Papier zur Hand, um die Vorstellungen zu skizzieren und mit dem Kunden weiterzuentwickeln. „Die Zeichnungen ermöglichen es ihnen, eine bessere Vorstellung vom endgültigen Ergebnis zu bekommen“, weiß der Chef.

Im Anschluss an den Entwurf wird ein Kostenvoranschlag erstellt. Passt alles, wird der Stein mit Hilfe moderner  CNC-Maschinen in Form gebracht. Der sich anschließende Feinschliff erfolgt jedoch stets in Handarbeit. „Diese Handarbeit möchten wir auch nicht ersetzen“, betont Nina Mietz. Denn der Grabstein dürfe kein Massenprodukt werden. Auch den Bearbeitungsprozess bis hin zur Aufstellung können die Auftraggeber begleiten. „Ein schönes Feedback ist es, wenn sie uns dann sagen, dass sie sich das Ergebnis genau so vorgestellt haben“, schließt Tobias Mietz.

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