Der Fuß besteht aus 25 Knochen, 30 Gelenken, 60 Muskeln, mehr als 100 Bändern und 200 Sehnen, dazu kommen noch eine Vielzahl von Blutgefäßen und Nerven – ein Puzzle mit hunderten von Teilen, das sich die Natur ausgedacht hat. Schon erstaunlich, dass diese komplexe Apparatur in aller Regel problemlos funktioniert, das Zusammenspiel der Muskeln und Bänder, das Schmieren der Gelenke und die Blutversorgung bis in die kleinste Zehenspitze. Beim Joggen etwa müssen unsere Füße das Vier- bis Fünffache unseres Körpergewichts tragen, dabei lastet auf einzelnen Sehnen ein unglaublicher Druck. Allein die Achillessehne kann bis zu 1000 Kilogramm Gewicht aushalten.

Unsere Füße haben viele Aufgaben

Das Aussehen und die Funktion unserer Füße sind noch gar nicht so alt. Sie entwickelten sich, als der Mensch anfing, aufrecht zu gehen. Seither müssen die Füße noch mehr aushalten, denn das Gewicht ruht nun nur noch auf ihnen. Der Körperschwerpunkt hat sich dadurch ebenfalls verlagert, die Füße müssen den Körper ausbalancieren. Vor allem das Fersenbein, ein Knochen in der Fußwurzel, hat sich in den letzten paar Millionen Jahren extrem verändert und ist ausgesprochen wichtig für den aufrechten Gang.
Was viele Menschen nicht wissen: In unseren Füßen stecken mehr Nervenenden als in unserem Gesicht. Sie melden unter anderem die Beschaffenheit des Bodens, auf dem wir gehen, und ob es warm oder kalt ist. Nicht von ungefähr heißt es „kalte Füße bekommen“. Bei vielen Menschen sind kalte Füße ein erstes Anzeichen einer drohenden Erkältung.

Umso wichtiger ist es, die Füße zu pflegen und Erkrankungen zu heilen. Bei Verletzungen und Entzündungen hilft nur der Gang zum Facharzt. Er kann auch bei Pilzerkrankungen helfen, von denen im Schnitt jeder Dritte einmal in seinem Leben betroffen ist. Fußpfleger (auch Podologen genannt) kümmern sich intensiv um geschundene und überanstrengte Füße. Mit Massagen, Fußbädern und kosmetischen sowie medizinischen Behandlungen helfen sie den Patienten im wahrsten Sinne des Wortes wieder auf die Beine.

Besonders wichtig ist das richtige Schuhwerk. Zu enge Schuhe etwa können zu schmerzhaften Entzündungen und im schlimmsten Fall sogar zu Deformierungen führen. Im Schuh sollte der Fuß nach vorne etwa zehn Millimeter Platz haben – ausreichend Luft, um auch bei Bewegung nicht aufzuscheuern. Bei Kinderschuhen sollte man sogar bis zu 17 Millimeter Luft lassen, denn Kinderfüße wachsen pro Monat ungefähr einen Millimeter. Übrigens: Auch im Alter können Füße noch wachsen, eine Folge der andauernden Belastung und des nachlassenden Bindegewebes, auch in den Füßen.