Ulm Seitenblick: Quälerei am frühen Morgen

Ulm / lt 14.09.2015
Jetzt ist sie also wieder vorbei, die schöne Ferienzeit. Damit gehen bis auf Weiteres auch jene entspannten Morgen zu Ende, an denen man sich nicht spätestens um 6 Uhr morgens aus dem Bett quälen musste, um die Kinderlein rechtzeitig startbereit für den Schulalltag zu machen.

Der frühe Unterrichtsbeginn ist eine Zumutung für alle Beteiligten, besonders in der dunklen Jahreszeit. Müde, hungrig – wer mag um 6 oder 6.30 Uhr schon essen? – und schlecht gelaunt machen sich die Schüler auf den Weg, während sich die Eltern mühsam in Form bringen für den großen Rest des Tages. Nur selten arbeitet das Gehirn gerne zu solch früher Stunde, was – nebenbei bemerkt – natürlich auch für Lehrer gilt. Man mag sich lieber nicht vorstellen, in welcher Verfassung manche Pädagogen morgens um 8 vor ihre Schüler treten.

Oder noch früher. In manchen Schulen beginnt der Unterricht bereits um 7.15 Uhr oder 7.30 Uhr. Welch Quälerei, die auch dadurch kaum erträglicher wird, dass sich die Betroffenen auf ein etwas früheres Heimkommen freuen können. Untersuchungen zeigen, dass schon eine halbe Stunde mehr Schlaf am Morgen helfen würde, die Motivation und die Lust am Unterricht zu steigern. So aber sorgt der Biorhythmus dafür, dass vor allem ältere Schüler in den frühen Schulstunden Versäumtes nachholen – und tief und fest schlafen. lt