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Angela Merkel
Berlin / afp Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat mit Äußerungen zur Zuwanderung für Wirbel gesorgt. Er bezeichnete die Migrationsfrage als „Mutter aller politischen Probleme in diesem Land“.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ging auf Distanz zu der Aussage. Im RTL-Sommerinterview sagte sie: „Ich sage das anders.“ Die Migrationsfrage stelle Deutschland vor Herausforderungen. „Dabei gibt es auch Probleme, dabei gibt es auch Erfolge.“

Unionsfraktionsgeschäftsführer Michael Grosse-Brömer (CDU) sagte in Berlin, Seehofer weise zurecht darauf hin, dass Migration „eine der großen Herausforderungen ist, mit denen wir uns beschäftigen müssen“. Seehofer sei „maßgeblich“ an der Lösung dieser Probleme beteiligt.

Kommentar Ulrike Sosalla zu Seehofers Äußerungen Kommentar: Die Mutter aller Vereinfachungen

Horst Seehofer hat die Migration als Grundproblem des Landes ausgemacht. Das taugt nicht einmal als Wahlkampf-Slogan.

SPD-Chefin Andrea Nahles forderte Seehofer zu „null Toleranz gegenüber Hetzern“ auf. Bei den Ereignissen in Chemnitz gehe es ums Ganze, „nämlich um die Frage, wie geht es weiter mit unserer Demokratie“, sagte sie.

Ungeachtet aller Debatten stieg die Zufriedenheit der Menschen in Deutschland mit der Arbeit der Bundesregierung im Vergleich zum Vormonat an. 31 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit zufrieden oder sehr zufrieden, wie aus dem neuen ARD-„Deutschlandtrend“ hervorgeht. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als im Vormonat. 

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