Berlin Seehofer facht Unionsstreit neu an

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Innenminister Horst Seehofer
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Innenminister Horst Seehofer © Foto: dpa
Berlin / afp 06.09.2018
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat mit Äußerungen zur Zuwanderung für Wirbel gesorgt. Er bezeichnete die Migrationsfrage als „Mutter aller politischen Probleme in diesem Land“.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ging auf Distanz zu der Aussage. Im RTL-Sommerinterview sagte sie: „Ich sage das anders.“ Die Migrationsfrage stelle Deutschland vor Herausforderungen. „Dabei gibt es auch Probleme, dabei gibt es auch Erfolge.“

Unionsfraktionsgeschäftsführer Michael Grosse-Brömer (CDU) sagte in Berlin, Seehofer weise zurecht darauf hin, dass Migration „eine der großen Herausforderungen ist, mit denen wir uns beschäftigen müssen“. Seehofer sei „maßgeblich“ an der Lösung dieser Probleme beteiligt.

SPD-Chefin Andrea Nahles forderte Seehofer zu „null Toleranz gegenüber Hetzern“ auf. Bei den Ereignissen in Chemnitz gehe es ums Ganze, „nämlich um die Frage, wie geht es weiter mit unserer Demokratie“, sagte sie.

Ungeachtet aller Debatten stieg die Zufriedenheit der Menschen in Deutschland mit der Arbeit der Bundesregierung im Vergleich zum Vormonat an. 31 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit zufrieden oder sehr zufrieden, wie aus dem neuen ARD-„Deutschlandtrend“ hervorgeht. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als im Vormonat. 

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