Riesengroße Unterstützung

BEL 15.11.2014

Inara K. (Name geändert) flüchtet vor ihrem prügelnden Ehemann von Berlin nach Ulm. Bevor sie in eine Wohnung ziehen kann, lebt sie mit ihren vier Kindern ein Jahr lang im Frauenhaus. Die sehr schwere Behinderung ihrer fünfjährigen Tochter Sharina verschärft die finanzielle Situation der Familie: Inara K. spart jeden Cent, um der Tochter eine spezielle Therapie in der Slowakei zu ermöglichen, die von der Krankenkasse nicht bezahlt wird. So der Stand im Dezember 2013.

Und das hat die Unterstützung durch die Aktion 100 000 und Ulmer helft bewirkt:

"Dank der Spende konnte das Kind wieder zur Spezialtherapie. Das hat dem Mädchen toll geholfen", sagt Gabriele Berg vom Fachbereich Bildung und Soziales der Stadt Ulm. Sie hatte die Aktion 100 000 über die prekäre Situation der Familie informiert. Die wegen der Spastik auftretenden Verkrampfungen bei der mittlerweile Sechsjährigen hätten sich durch den Aufenthalt in der Klinik gemildert. "Das war eine echte Erleichterung für das Kind", zieht Berg Bilanz. Leider habe die Therapie aber nicht verhindern können, dass Sharina operiert werden muss. "Das Spendengeld war eine riesengroße Unterstützung für die Mutter", sagt Gabriele Berg. Es sei nun aufgebraucht. Inara K. werde sicher auch künftig jeden Euro, den sie übrig hat, für Sharinas Wohlbefinden einsetzen.