Rammingen Technische Störung: Hubschrauber Christoph 22 muss notlanden

Rammingen / Petra Laible 16.12.2018
Bei einem Notfall-Einsatz in Rammingen hat der Pilot Probleme mit dem Rotor bemerkt. Der Helikopter ist flugunfähig.

Beim Landeanflug zu einem Notfall in Rammingen ist gestern Morgen der am Ulmer Bundeswehrkrankenhaus stationierte Rettungshubschrauber Christoph 22 mit „technischen Störungen“ gelandet. Der Patient habe aber vom Notarzt und dem Notfallsanitäter „regulär versorgt“ werden können und sei mit dem Krankenwagen in ein Krankenhaus gebracht worden, sagte Jochen Oesterle, Sprecher der ADAC-Luftrettung, die Hubschrauber und Piloten stellt.

Probleme mit dem Rotor

Der Pilot habe gegen 8.35 Uhr während des Landeeanflugs auf Rammingen Probleme mit dem Rotor bemerkt. Er habe aber noch „ganz normal“ an dem für den Noteinsatz vorgesehenen Platz am Ortsrand landen können. Wartungstechniker aus Landshut wurden angefordert, wo sich eine der drei Stationen der Luftrettung befindet.

Sie versuchten, die Rotorblätter vor Ort zu untersuchen. „Wir haben gehofft, dass wir den Hubschrauber wieder frei geben können“, sagte Oesterle Letztendlich mussten die Rotorblätter aber abmontiert werden.

„Sehr aufwendige Angelegenheit“

„Eine sehr aufwendige Angelegenheit“, erklärt der Sprecher. Der Rotor habe eine Spannweite von elf Metern, die Rotorblätter, die einige 100.000 Euro kosteten, müsse man „behandeln wie ein rohes Ei“. Sie seien zur Prüfung zu Airbus-Helicopters nach Donauwörth transportiert worden, wo die Hubschrauber produziert werden.

Der erst am 28. Mai in Ulm in Betrieb genommene, rund neun Millionen Euro teure Helikopter vom Typ Airbus H145 – der modernste Rettungshubschrauber, den es laut Oesterle gibt – war somit flugunfähig. Nach rund einem halben Jahr im Einsatz komme der Hubschrauber auf mehrere hundert Rettungsflüge.

Mit Autokran abgeschleppt

Zweifellos spektakulär war, was dann folgte: Ein Abschleppdienst mit Autokran und Tieflader wurde bestellt. Der Kran hob den Hubschrauber, der ein Abfluggewicht von maximal 3,7 Tonnen hat, auf einen Tieflader, um ihn nach Landshut zur Wartung zu bringen.

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