Mit neuen Attraktionen und digitalen Informationen für Urlauber will Mallorca die Urlaubermassen künftig besser steuern. Die Baleareninsel ist in den Sommermonaten besonders überfüllt.

Mallorca möchte daher den Osten der Insel in der Nebensaison bekannter machen. Dort entsteht zum Beispiel ein neuer Fernwanderweg, teilte die Tourismusvertretung der Insel auf der Reisemesse ITB (6. bis 10. März) in Berlin mit. Die 175 Kilometer lange Rundstrecke wird die Orte Arta, Capdepera, Sant Llorenc, Son Servera und Manacor verbinden. Die Route lasse sich in vier Etappen unterteilen.

Mallorca leidet in der Hochsaison oft unter Verkehrsproblemen. Auf der Insel sind viele Urlauber mit Mietwagen unterwegs. Wie im Vorjahr wird die Zufahrt zum beliebten Kap Formentor auch 2019 für Autos gesperrt sein, hieß es auf der ITB. Vom 15. Juni bis 15. September sind auf der Straße keine privaten Autos erlaubt. Urlauber können stattdessen Busse benutzen, die zum Kap und zurück pendeln.

Darüber hinaus möchte Mallorca die Besucherströme auf der Insel genauer im Blick behalten, um diese besser steuern zu können: Das neue Projekt „Smart Island Mallorca“ soll vor allem den Einheimischen zugute kommen, aber auch Vorteile für Touristen bieten. Geplant sind eine Webseite, eine App und digitale Infotafeln auf der Insel, über die sich Urlauber informieren können. Außerdem soll es digitale Verkehrsschilder geben, die Autofahrer auf dichten Verkehr und Staus sowie Ausweichrouten hinweisen. Das betrifft vor allem die bei Touristen beliebten Küsten- und Bergstraßen der Insel. Die Maßnahmen sollen innerhalb der kommenden zwei Jahre umgesetzt werden.

Mallorca ist im Sommer eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen. Die Insel leidet jedoch unter dem Massenandrang und wird immer wieder im Zusammenhang mit dem Stichwort Overtourism erwähnt. Seit Jahren versucht Mallorca die Saison zu entzerren und mehr Urlauber im Winter anzulocken.

ITB Berlin