Der Ferienflieger Tuifly baut vom Winter 2020/2021 an ein Angebot an Langstrecken-Verbindungen aus Deutschland auf. Nach entsprechenden Verhandlungen mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) bestätigte der Tui-Konzern jetzt die Pläne.

In einem ersten Schritt sollen zunächst nur zwei Boeing 787 Dreamliner im Winterflugplan des kommenden Jahres deutsche Flughäfen mit Zielen in der Karibik und in Mexiko verbinden. Es ist aber auch von einem „geplanten Flottenaufbau“ die Rede.

Von Belgien, Großbritannien, den Niederlanden und Skandinavien aus gibt es bei Tui bereits Fernflüge. Tuifly-Geschäftsführer Oliver Lackmann sagte, mit den Strecken aus Deutschland könnten auch Zubringerflüge zu Kreuzfahrten sowie zu konzerneigenen Hotels an den Fernzielen bedient werden.

Am Mittwoch hatte die Tarifkommission der VC nach längeren Verzögerungen Fortschritte in den Gesprächen mit dem Management gemeldet. Dabei kam auch ein Schlichter zum Einsatz. Die diskutierten Kostensenkungen und Mehrarbeit, mit denen Investitionen in größere Maschinen ausgeglichen werden könnten, waren bei den Vertretern der Piloten zunächst auf Skepsis gestoßen.