Das Auswärtige Amt warnt in der aktuellen Corona-Krise vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in viele Urlaubsländer. Für viele dieser Länder wurden Reisewarnungen ausgesprochen oder die Reiseziele seitens der Regierung zum Risikogebiet erklärt. Eine solche Einstufung erfolgt dann, wenn eine Region den Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschreitet. Dies gilt mittlerweile für viele Regionen in Deutschland aber auch in vielen Urlaubsländern. Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes sind zwar keine Reiseverbote, sie sollen Urlauber jedoch davon abhalten in ein betroffenes Gebiet zu reisen. Es gibt aber noch Ziele in die es möglich ist zu reisen. Beliebt sind daher zur Zeit Reisen auf abgelegene Inseln.

Urlaub auf den Kanarischen Inseln trotz Corona möglich

Spanien ist von der Corona-Pandemie stark betroffen mit Ausnahme der Kanarischen Inseln. Reisen nach Gran Canaria, Lanzarote oder auch Teneriffa sind grundsätzlich möglich. Allerdings müssen Touristen vom 14. November an einen negativen Corona-Test vorweisen.

So ist Urlaub auf den Azoren und Madeira erlaubt

Auch wenn die Bundesregierung Portugal als Risikogebiet ausgewiesen hat, sind Reisen auf Madeira und die Azoren möglich. Portugal erlaubt die Einreise auf die Inseln. Wer auf die Azoren oder nach Madeira will, muss eine Gesundheitserklärung abgeben. Das Formular wird von den Airlines und der Regionalregierung als Online-Formular für Madeira und für die Azoren zur Verfügung gestellt. Außerdem ist für Madeira vor der Einreise ein Corona-Test Pflicht. Er darf maximal 72 Stunden vor Abflug durchgeführt worden sein. Alternativ können Touristen bei Einreise einen kostenfreien Covid-19-Test durchführen lassen, dessen Ergebnis in der Regel innerhalb von zwölf Stunden vorliegt. Bis dahin müssen die Urlauber aber im Hotel in Quarantäne. Für die Azoren wird ein Corona-Test benötigt, wenn die Touristen vom Festland aus dorthin fliegen.

Kuba öffnet für Touristen - Reisewarnung aufgehoben

Für viele karibische Inseln wurde die Reisewarnung aufgehoben, so auch für Kuba. Wie das Auswärtig Amt mitteilt sind die Mehrheit der internationalen Flughäfen des Landes ist für eine Einreise, auch zu touristischen Zwecken, geöffnet. Alle Einreisenden müssen sich am Flughafen einem obligatorischen, kostenlosen PCR-Test unterziehen sowie eine Erklärung zum Gesundheitszustand abgeben. Eine Quarantäne für Touristen ist nicht vorgesehen.
Für Einreisende, die keine Touristen sind, sind zwei negative PCR-Tests sowie eine maximal 10-tägige häusliche Selbstisolation nach geltendem kubanischem Protokoll notwendig. Das Reiseportal Reisereporter hat auf seiner Seite ein Liste mit den karibischen Inseln aufgelistet:

Karibik Inseln ohne Reisewarnungen - Wann ist dort Urlaub erlaubt?

  • Antigua und Barbuda: Negativer, maximal sieben Tage alter Corona-Test ist bei der Einreise vorzuweisen, ein weiterer Test erfolgt bei Einreise.
  • Grenada: Online-Registrierung und maximal sieben Tage alter Corona-Test sind Pflicht.
  • St. Lucia: Online-Registrierung und maximal sieben Tage alter Corona-Test sind Pflicht; Aufenthalt nur im Hotelbereich erlaubt, Touren nur mit zertifizierten Anbietern.
  • St. Vincent und die Grenadinen: Online-Registrierung und maximal fünf Tage alter Corona-Test sind Pflicht.
Allerdings musst du mit einigen Corona-Regeln und Maßnahmen zum Schutz vor der Pandemie rechnen. In vielen Staaten gilt beispielsweise eine Maskenpflicht an öffentlichen Orten.
Auch einige weitere Inseln können bereist werden, auch wenn sie vom Robert-Koch-Institut nach wie vor als Risikogebiet eingestuft sind.

Für diese Karibik Inseln gibt es Reisewarnungen - Das ist zu beachten

  • Aruba: Digitale Anmeldung und Gesundheitsfragebogen muss ausgefüllt werden, Corona-Test bei Einreise möglich.
  • Bahamas: Maximal sieben Tage alter negativer Corona-Test für Online-Beantragung der Einreiseerlaubnis nötig. Bei Ankunft und am vierten Tag erfolgen weitere Antigen-Tests, ab 14. November muss eine Auslandskrankenversicherung vor Ort abgeschlossen werden.
  • Bermuda: Online-Registrierung und maximal sieben Tage alter negativer Corona-Test sind notwendig, weitere obligatorische Corona-Tests erfolgen am 4., 8. und 14. Tag auf der Insel.
  • Curaçao: Einreisekarte muss online ausgefüllt werden, maximal 72 Stunden alter negativer Corona-Test ist notwendig.
  • Dominikanische Republik: stichprobenartige Covid-19-Tests bei Einreise.
  • Guadeloupe: Ein maximal 72 Stunden alter negativer Corona-Test ist bei Einreise vorzuweisen.
  • Haiti: Ein maximal 72 Stunden alter negativer Corona-Test ist bei Einreise vorzuweisen.
  • Jamaika: Einreisererlaubnis muss online beantragt werden; Quarantäne kann angeordnet werden. Demnächst soll für Touristen die Krankenversicherung „Jamaica Cares“ für 40 US-Dollar eingeführt werden.
  • La Réunion: Ein maximal 72 Stunden alter negativer Corona-Test ist bei Einreise vorzuweisen.
  • Martinique: Ein maximal 72 Stunden alter negativer Corona-Test ist bei Einreise vorzuweisen, aber: Ausgangsbeschränkungen.
  • Niederländische Karibik (Bonair, Saba, Sint Eustatius): Ein maximal 72 Stunden alter negativer Corona-Test sowie eine Auslandskrankenversicherung, die eine Corona-Erkrankung abdeckt, sind vorzuweisen.
  • Sint Maarten (niederländischer Teil von St. Martin): Online-Registrierung und maximal 100 Stunden alter negativer Corona-Test sind bei Einreise Pflicht.
  • Saint-Martin (französischer Teil von St. Martin): Ein maximal 72 Stunden alter negativer Corona-Test ist bei Einreise vorzuweisen.
  • Saint-Barthélémy/St. Barths: Ein maximal 72 Stunden alter negativer Corona-Test ist bei Einreise vorzuweisen.