Seit drei Jahren tritt ein merkwürdiger Schädling an den Stachelbeeren von Regina Zibell aus Bernau auf: Viele Beeren haben ein Loch, sind nur noch mit einem Faden mit dem Zweig verbunden und im Innern lebt eine Made.

Garten-Expertin Agnes Pahler: Vermutlich hat sich ein Befall mit der Johannisbeerfruchtfliege ausgebreitet. Dieser neuartige Schädling befällt Johannisbeeren und die verwandten Stachelbeeren. Man muss versuchen, den Entwicklungszyklus des Schädlings zu unterbrechen. Die Weibchen legen an unreifen Beeren Eier ab, die kleinen Larven dringen in die Frucht ein und entwickeln sich darin unter geschützten Bedingungen.
Zur Verpuppung wandern die Larven in den Boden, und hier setzt die Bekämpfung an: Bedeckt man die Erde unter den Sträuchern mit Pappe oder Teichfolie, können die Larven nicht in die Erde einwandern. Alle herabgefallenen und wahrscheinlich befallenen Früchte muss man zusammenrechen und entfernen. Im Frühjahr kann man junge Früchte mit Steinmehl oder Algenkalk einstäuben, um die Eiablage zu behindern. Auch eine Bedeckung der Sträucher mit feinmaschigen Netzen (Maschenweite 0,8 mm) schützt vor dem Befall.
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