Außerirdische Wesen, schleimige Monster, mysteriöse Geheimbünde und gruselige Rituale: Der Geschichtenkosmos des Autors H. P. Lovecraft rund um die fiktive Stadt Arkham ist ein okkultes Kuddelmuddel der ganz besonderen Sorte. In „Mythos Games: 8 Ermittlungen gegen die Diener des Cthulhu“ müssen die Spieler kooperativ Ordnung in das Chaos bringen.

Ermitteln gegen die Zeit

Geschlüpft wird dabei in die Rolle eines Detektivs und Gehilfen von Professor Armitage, Dozent an der Arkham Universität. Ausgestattet mit Ermittlungsbuch, Tageszeitungen, Stadtplan und Adressbuch klären die Spieler mysteriöse Fälle auf. Gemeinsam muss entschieden werden, welche Orte und Personen dazu besucht werden – die Zeit drängt. Jeder gewählte Schauplatz ist mit einem Eintrag im Ermittlungsbuch verknüpft, der laut vorgelesen wird. So entwickelt sich bei jedem Spiel eine neue, individuelle Geschichte. Das führt in so manche Sackgasse, aber auch auf heiße Spuren. Am Ende müssen Fragen zum Fall beantwortet werden; befand man sich völlig auf dem Holzweg, kann das Spiel problemlos wiederholt werden. Professor Armitage ermittelt auch und ist meistens leider eine Nasenlänge voraus.

Es bleiben Fragen offen

Das Spiel sorgt für reichlich atmosphärische Spannung und Grusel. Jedoch sollte man H. P. Lovecraft, den Meister der Phantastischen Literatur, kennen und mögen – oder kein Problem mit großen Fragezeichen auf der Stirn haben.

Unsere Wertung

„Mythos Games“


Von Hal Eccles und Will Kenyon, Pegasus Verlag, für ein bis zehn Spieler ab 12 Jahren, 90 bis 120 Minuten, etwa 40 Euro.

Unsere Wertung: 4 von 5 Sternen.