RANDNOTIZ: Es gibt Alternativen

HAJO ZENKER 02.08.2014

Deutsche lieben, ganz anders Zu viel Macht für einen Einzelnen ist nie gut - das gilt in der Politik und in der Wirtschaft. Wobei es immer auch an uns Wählern und Konsumenten liegt, ob es zu solch einer beherrschenden Situation kommt. So ziemlich jeder hat wohl bereits bei Amazon bestellt, viele Verbraucher machen das regelmäßig. Schnell geht es meist, zuverlässig wird geliefert, das Angebot hat sich weit vom reinen Buchhandel entfernt. Dass das Personal immer mal wieder streikt, wird da gern übersehen. Dass schon mal Lieferanten auf Kosten der Kunden unter Druck gesetzt werden, ebenso. Und dass der weltgrößte Versandhändler am liebsten jede unserer Bestellungen abwickeln und dabei immer mehr über uns erfahren will, erst recht - ist ja alles so bequem.

Dabei gibt es Alternativen genug. Im Netz natürlich, aber auch ganz altmodisch im Geschäft - im Buchladen etwa. Wo man nicht mit Kaufvorschlägen auf Grundlage vorheriger Bestellungen behelligt wird. Sondern selbst auf ein Buch stoßen kann, mit dem man so gar nicht gerechnet hat. Was einen als Kunden freut - und den Buchhändler übrigens genauso.