Prinz Charles: Heftige Revierkämpfe in Clarence House?

Prinz Charles: Ist er ein schlechter Chef?
Prinz Charles: Ist er ein schlechter Chef? © Foto: ddp images
(hub/spot) 31.01.2015

Nächste Woche erscheint mit "Charles: The Heart of a King" eine neue Biografie über den britischen Thronfolger. Darin werden auch heftige Revierkämpfe innerhalb von Charles' Personal beschrieben, berichtet "bbc.com" unter Berufung auf Auszüge, die "The Times" veröffentlichte.

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Die Autorin, Catherine Mayer, schreibt demnach unter anderem, ein ehemaliger Angestellter vergleiche Clarence House - das persönliche Büro von Charles - mit "Wolf Hall", in Anspielung auf die heimtückische und opportunistische Welt, die in Hilary Mantels Buch über den Aufstieg von Thomas Cromwell unter Henry VIII beschrieben wird.

Mayer soll zudem über Charles' "angeborene Unsicherheit" sprechen: Er glaube nicht immer, dass er das Lob verdiene, das er bekomme, während Kritik die Macht habe, ihn verzweifeln zu lassen. Laut der Autorin streut der Thronfolger aber auch Unsicherheit unter seinen Angestellten, dadurch dass er häufig Job-Beschreibungen ändere.

Außer seiner Zeit in der Navy hatte er nie einen bezahlten Job, heißt es in dem Buch über Charles weiter, er verstehe nicht, dass er mit "solchen Schritten Ängste hervorruft". Charles denke, Konkurrenz führe zu besserer Leistung.

Laut "BBC" ist Clarence House bemüht, hervorzuheben, dass die Biografie nicht autorisiert ist und die Autorin auch keinen exklusiven Zugang zu Charles oder seinen Angestellten gehabt habe. Das hört sich auf der Seite des Verlags WH Allen allerdings anders an.

Hier heißt es in der Beschreibung zu dem Buch, dass es auf "zahlreichen Interviews mit Freunden und Höflingen, Palast-Insidern und Kritikern sowie Zugang zu Charles persönlich" basiere. Und die Biografie verspricht noch mehr, zum Beispiel "neue und faszinierende" Einblicke in seine erste Ehe mit Diana und eine Beurteilung seiner Beziehung mit Camilla.