Zum ersten Mal wird die Parlamentswahl an insgesamt drei Tagen stattfinden. Grund ist die Corona-Pandemie. Um größere Menschenansammlungen zu vermeiden, werden bereits ab Montag, also zwei Tage vor dem eigentlichen Wahltag am Mittwoch, in allen Kommunen einige Wahllokale geöffnet.

Ausgangssperre wird auch während der Wahl aufrechterhalten

Die Regierung hatte jedoch dazu aufgerufen, dass nicht gefährdete Menschen vorrangig am Mittwoch wählen sollten. Erstmals war auch Briefwahl für im Land wohnende Bürger ab 70 Jahre gestattet. 37 Parteien stellen sich zur Wahl - ein neuer Rekord. In den Umfragen liegt die rechtsliberale VVD des Ministerpräsidenten Mark Rutte unangefochten auf Rang 1 mit etwa 24 Prozent, gefolgt von der PVV des Rechtspopulisten Geert Wilders mit etwa 12 Prozent. Unsicher ist, ob die bisherige Koalition - VVD, christdemokratische CDA, linksliberale D66 und ChristenUnie - erneut eine Mehrheit erzielen wird. Ergebnisse werden erst am späten Mittwochabend erwartet. Die Ausgangssperre im Rahmen des Lockdowns wird auch an den drei Wahltagen aufrechterhalten. Allerdings gibt es für Spätwähler und Mitarbeiter der Wahllokale Ausnahmeregelungen.