Der Untersuchungsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags zur Flutkatastrophe von Mitte Juli mit 134 Toten im Norden des Bundeslandes nimmt an diesem Freitag seine Arbeit auf. Die konstituierende Sitzung (ab 16 Uhr) im Landtagsgebäude ist nicht öffentlich. Der Vorsitzende Martin Haller (SPD) will im Anschluss aber kurz über die erste Sitzung berichten.
Der Ausschuss geht auf einen Antrag der CDU-Opposition zurück. Er soll die Abläufe vor, während und nach der Sturzflut klären - vor allem aber auch die politische Verantwortung. Das Gremium hat das Recht auf Vernehmung von Zeugen und Akteneinsicht und gilt als das schärfste Instrument des Parlaments.
Behörden und Politiker stehen wegen fehlender und verspäteter Warnungen der Bevölkerung in der Kritik. Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt gegen den Landrat des Kreises Ahrweiler, Jürgen Pföhler (CDU). Dabei geht es um den Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung und fahrlässigen Körperverletzung.