Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) kann mit einer Mehrheit für seine Beschlussvorlage rechnen. Die Fraktionen von CDU, Grünen, Freien Wählern und AfD stehen hinter dem Vorschlag, Messer mit mehr als vier Zentimeter Klingenlänge im Cityring samt Stadtgarten temporär zu verbieten. Noppers Ziel: „Die öffentliche Sicherheit sowie das subjektive Sicherheitsempfinden der Menschen in Stuttgart zu verbessern.“ Er stellt aber auch klar: „Wir werden nicht alle Messerstechereien verhindern können, wollen aber deren Zahl spürbar reduzieren.“ Votieren die Stadträte für einen solchen Schritt, wäre Stuttgart die erste Kommune im Südwesten mit Messerverbotszone. Bundesweit nutzen bereits viele Großstädte - allen voran Hamburg - solche Verbotsregelungen.
Kritik kommt von FDP, SPD und dem Linksbündnis wegen Eingriffen in Grundrechte. Angesichts der rückläufigen Zahl von Messerdelikten in Stuttgart finden viele Stadträte die Maßnahme auch nicht verhältnismäßig. Das vorerst auf zwei Jahre begrenzte Verbot soll in den Nächten von Freitag auf Samstag sowie von Samstag auf Sonntag von Polizei und kommunalem Ordnungsdienst durchgesetzt werden. Bei Durchsuchungen gefundene illegale Messer könnten - anders als bislang - konfisziert werden.