Hans-Georg Maaßen ist ein deutscher Politiker und seit vielen Jahren in der CDU. Als Vorsitzender des Verfassungsschutzes stand Maaßen lange nicht wirklich im Rampenlicht – doch seit 2018 hat sich das geändert. Nach kontroversen Aussagen zu gewalttätigen Ausschreitungen in Chemnitz wurde Maaßen letztlich in den einstweiligen Ruhestand geschickt. Seitdem sorgt der CDU-Politiker immer wieder für Wirbel, zuletzt weil er Verschwörungstheorien in der Corona-Pandemie verbreitet hat.

Maaßen Steckbrief: Ehefrau, CDU-Mitgliedschaft, Laufbahn

  • Geboren 1962 in Mönchengladbach
  • Ausbildung und Beruf: Promovierter Jurist
  • CDU-Mitglied seit: 1978
  • Ehefrau: Dr. Yuko Maaßen
  • Wohnort: Berlin
Hans-Georg Maaßen kommt ursprünglich aus Mönchengladbach, wo er 1962 geboren wurde. Seine Laufbahn führte ihn über Köln und Bonn nach Berlin, wo er ab 1991 im Bundesinnenministerium arbeitete. Von Beginn an war sein Spezialgebiet die Ausländer- und Flüchtlingspolitik. Als Gastdozent hat er an der Freien Universität und an der Universität Tsukuba in Tokio Vorträge zur Ausländer- und Asylpolitik gehalten. In Japan lernte Maaßen seine Ehefrau, Dr. Yuko Maaßen kennen. Er spricht fließend japanisch. Von 2012 bis 2018 war Maaßen der Präsident des Bundesverfassungsschutzes. 2018 wurde er in den einstweiligen Ruhestand geschickt, da er wegen zahlreicher Kontroversen als Personalie nicht mehr tragbar war. 2021 trat er in Thüringen als Direktkandidat für den Bundestag an. Gegen seinen Konkurrenten, Frank Ullrich (SPD), verlor er deutlich. Hans-Georg Maaßen lebt mit seiner Ehefrau und seinen Kindern in Berlin.

Sitzt Maaßen für die CDU im Bundestag?

Hans-Georg Maaßen ist kein Abgeordneter im Deutschen Bundestag. Sein Versuch, als Direktkandidat im Wahlkreis Suhl-Schmalkalden-Meiningen-Hildburghausen-Sonneberg gewählt zu werden, scheiterte. Stattdessen konnte Frank Ullrich (SPD) 33,6 Prozent der Stimmen für sich gewinnen, gegen nur 22,3 Prozent für Maaßen.

Maaßen und Corona: Kontroverse Aussagen zur Impfung

Hans-Georg Maaßen hat sich mehrmals im Rahmen der Corona-Pandemie kritisch zu den Maßnahmen geäußert. Zuletzt sorgte er für Kontroverse, nachdem er ein Video des Verschwörungsideologen Sucharit Bhakdi teilte. Darin sagt Bhakdi, dass die Corona-Impfung schädlich für das Immunsystem sei und forderte das sofortige Ende der Impfungen. Maaßen beschrieb das Video als bewegenden Appell. Gegen Bhakdi läuft ein Verfahren wegen Volksverhetzung, nachdem er in einem Interview antisemitische Positionen äußerte. Darin warf er Israel vor, einen Zwang zum Impfen auszuüben, und er äußerte sinngemäß, die aktuelle Situation in dem Land sei schlimmer als in Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus. „Es gibt kein Volk, das besser lernt als sie“, sagt er in Bezug auf Juden. „Aber sie haben das Böse jetzt gelernt und umgesetzt, und deswegen ist Israel jetzt living hell - die lebende Hölle.“
Nachdem Maaßen das Bhakdi-Video geteilt hat, gab es scharfe Kritik auch innerhalb seiner Partei. Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien, die auch Mitglied im CDU-Bundesvorstand ist, hat den Ausschluss des früheren Bundesverfassungsschutzpräsidenten aus der Partei gefordert.