Im Streit um eine zusätzliche Station für Stuttgart 21 will Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) erste Zahlen und einen Zeitplan präsentieren. Er hält eine zusätzliche unterirdische Station für den Regionalverkehr trotz lautstarker Zweifel für notwendig und durch ein Gutachten bestätigt. Die Stuttgarter Projektpartner, vor allem Bahn und Stadt, sehen das anders. Die vom Verkehrsministerium in Auftrag gegebene Studie will Hermann am Dienstag um 13.30 Uhr vorstellen. Vorab hatte er die Pläne als „technisch machbar“ gewertet.
Nach seiner Einschätzung ist es ohne weiteren Zulauf, neue Gleise und einen unterirdischen Kopfbahnhof zusätzlich zu den Stuttgart-21-Planungen nicht möglich, doppelt so hohe Fahrgastzahlen auf der Schiene auch im Schienenknoten Stuttgart zu erreichen. Er rechnet mit Investitionen von 780 Millionen Euro, davon 230 Millionen für den Ergänzungshalt. Das Projekt ist auch Teil der grün-schwarzen Koalitionsvereinbarungen.