Grüne und CDU im Südwesten haben sich bei ihren Koalitionsverhandlungen in der Arbeitsgruppe Bildung auf die Schaffung von rund 3000 neuen Lehrerstellen verständigt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Stuttgart aus Verhandlungskreisen. Die zusätzlichen Stellen würden etwa 240 Millionen Euro kosten. Wegen des Geldmangels in der Landeskasse gilt es aber als unwahrscheinlich, dass die Spitzen von Grünen und CDU diesen Vorschlag so mittragen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte am Dienstag erklärt, man könne „nur sehr wenige neue Stellen schaffen“.
In der Schulpolitik hatten sich Grüne und CDU schon in der Sondierung geeinigt, keine Strukturdebatten zu führen und lieber in Qualität zu investieren. Mehr Qualität heißt oft auch mehr Lehrkräfte. Die meisten Stellen will die AG Kultus für die Sprachförderung von Kindern mit ausländischen Wurzeln. Dafür gibt es schon 1165 Stellen, doch die sollten demnächst wegfallen. Die Fachpolitiker plädieren dafür, sie weiter zu finanzieren. Die Lehrerstellen waren im Zuge der Migrationskrise geschaffen worden, um die Integration der Kinder und Jugendlichen zu verbessern.