Das Kirchenfest hat dieses Jahr viel weniger Teilnehmer angezogen als früher, schätzungsweise waren es 25.000. Beim Katholikentag 2018 in Münster waren es noch 90.000. Der starke Rückgang wird auf die Corona-Pandemie, aber auch auf die andauernde Krise der katholischen Kirche unter anderem infolge des Missbrauchsskandals zurückgeführt. Die Giordano-Bruno-Stiftung kritisierte, die öffentlichen Zuschüsse von Stadt, Land und Bund für den Katholikentag hätten ein neues Rekordniveau erreicht. Das dürfe nicht so bleiben.
Daneben geht es am vierten Tag des Katholikentags erneut um den Krieg in der Ukraine. Der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei (EVP), der CSU-Politiker Manfred Weber, diskutiert mit dem Politologen und Militärexperten Carlo Masala über „Die Ukraine - Europas klaffende Wunde“. Am Sonntagvormittag wird der 102. Deutsche Katholikentag mit einem Gottesdienst abgeschlossen.