Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) bereitet ein Konzept zur sukzessiven Wiederöffnung von Gaststätten im Land ab dem 4. Mai 2020 vor. „Wir müssen für Hotellerie und Gastronomie endlich eine Perspektive bieten. Wir müssen alles dafür tun, dass unsere Betriebe ab dem 4. Mai unter Einhaltung strenger Hygiene- und Abstandsregeln wieder sukzessive öffnen dürfen. Dazu werden wir zeitnah ein Konzept vorlegen“, kündigte die Ministerin gegenüber der SÜDWEST PRESSE an. Sie werde dabei auch den Gaststättenverband Dehoga mit einbeziehen.

Städtetag unterstützt Forderung von Hoffmeister-Kraut

„Der Städtetag unterstützt die Pläne gerne. Wir sehen darin auch das Bemühen von Gaststätten, Eigenverantwortung zu übernehmen“, sagte das geschäftsführende Vorstandsmitglied des Städtetags Baden-Württemberg, Gudrun Heute-Bluhm.
Kretschmann verteidigte im Interview mit der SÜDWEST PRESSE die vorsichtige Öffnung von Montag an, die vorsieht, dass größere Geschäfte vorerst geschlossen bleiben müssen. „Geschäfte bis 800 Quadratmeter zu öffnen, das sind schon sehr, sehr viele“, sagte er. „Das war für mich das Äußerste, was ich mitgehen konnte.“
Landesverordnung Baden-Württemberg Corona Nach diesen Regeln darf der Einzelhandel öffnen

Stuttgart

Debatte um Öffnung für Geschäfte unter 800 Quadratmetern

Justizminister Guido Wolf hat nach Informationen dieser Zeitung intern auf „rechtliche Risiken“ dieser Lösung hingewiesen, Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (beide CDU) hatte sich für eine großzügigere Handhabung ausgesprochen. In Nordrhein-Westfalen dürfen auch größere Geschäfte öffnen. In Rheinland-Pfalz dürfen sie durch Absperrungen ihre Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter reduzieren. In Baden-Württemberg ist das laut der am Freitag verabschiedeten Verordnung nicht möglich.