Vor knapp sechs Wochen wurde in Baden-Württemberg die erste Nadel mit Impfstoff gegen das Coronavirus aufgezogen. Mittlerweile sind Mitarbeiter in 60 Impfzentren und 145 mobile Impfteams damit beschäftigt, „buchstäblich jeden Tag Leben zu retten“, wie das Gesundheitsministerium berichtet. Bereits drei Impfstoffe stehen bald gegen das Virus zur Verfügung, deren Liefermengen laut Ministerium in absehbarer Zeit enorm anwachsen sollen.
Allerdings verlief der Start der Impfkampagne alles andere als geschmeidig. Es wird weiterhin viel langsamer geimpft als geplant, Baden-Württemberg liegt auch im Vergleich mit anderen Ländern weit hinten. Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) steht unter Druck, die Opposition wirft ihm Impfchaos und Versagen vor. Weil die Lieferungen bislang hinter den Erwartungen der Landesregierung zurückbleiben, hat diese ihre Impfstrategie zuletzt geändert.
Lucha will am Freitag eine Zwischenbilanz der Impfkampagne ziehen und auf die Herausforderungen der kommenden Wochen eingehen - gemeinsam mit dem Präsidenten des Landkreistags Baden-Württemberg und Thorsten Hammer, dem Ärztlichen Leiter des Impfzentrums Freiburg.