Das hat eine Umfrage des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) ergeben, die am Freitag (11) in Stuttgart vorgestellt wird. „Die Schulpraxis hat ein klares Urteil gefällt“, sagte der VBE-Landesvorsitzende Gerhard Brand. „Der Unterricht von G-Schülerinnen und -Schülern gemeinsam mit den anderen Realschülerinnen und -Realschülern in einer Klasse wird aus pädagogischen Gründen in Frage gestellt.“ Das System werde den Kindern nicht gerecht und sei arbeitsintensiv.
Den Hauptschulabschluss können Schüler an unterschiedlichen Schulformen in Baden-Württemberg erwerben. Hauptschüler können auf dem Weg zum Abschluss „grundständig“, also auf einem einfacheren Niveau (G-Niveau), unterrichtet werden. Der Unterricht an Realschulen erfolgt dagegen in den ersten zwei Schuljahren auf einem „mittleren Niveau“ - unabhängig davon, welcher Schulabschluss später angestrebt wird. Das unter dem damaligen Kultusminister Andreas Stoch (SPD) beschlossene Angebot des Hauptschulabschlusses an der Realschule gilt seit dem Schuljahr 2016/17.