Im Kampf gegen den Klimawandel und die Corona-Pandemie kommen an diesem Samstag in Rom die Staats- und Regierungschefs der G20-Gruppe zu ihrem jährlichen Gipfel zusammen. Bei dem Treffen der wichtigsten Industrienationen wird Deutschland von der geschäftsführenden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem wahrscheinlichen Nachfolger Olaf Scholz (SPD) vertreten. Beide wollen ein Zeichen der Kontinuität für die internationalen Partner setzen, wie Scholz sagte.
Während der kommissarische Finanzminister bereits in Rom ist, wird Merkel erst am Samstagmorgen in der italienischen Hauptstadt landen. Von 10.00 Uhr an werden die Teilnehmer in der Tagungshalle Nuvola erwartet, nach einem Gruppenfoto sollen um 11.45 Uhr dann die Beratungen beginnen.
Auf der Agenda des Gipfels, an dem unter anderem auch US-Präsident Joe Biden, sein französischer Amtskollege Emmanuel Macron und als Gastgeber der italienische Regierungschef Mario Draghi teilnehmen, stehen vor allem der Kampf gegen den Klimawandel und die Folgen der Pandemie.
Die internationale Gemeinschaft sowie viele Organisationen wie die Vereinten Nationen oder Umweltschützer hoffen auf ein starkes Signal der G20 vor dem am Sonntag beginnenden Weltklimagipfel COP 26 in Glasgow. Allerdings wurden diese Hoffnungen zuletzt gedämpft.
Daneben wollen die Spitzenpolitiker über die Anstrengungen in der Corona-Krise sprechen. Die Verteilung von Impfstoff an ärmere Länder und wirtschaftliche Folgen der Pandemie stehen dabei im Fokus. Es wird kritisiert, dass große Teile der Welt etwa in Afrika bislang noch kaum Impfstoff abbekommen haben, während Menschen in den reichen Ländern inzwischen schon zum dritten Mal geimpft werden.