Zur Person Zur Person: Stephan Steinlein, die rechte Hand des Präsidenten

Stephan Steinlein.
Stephan Steinlein. © Foto: dpa
Berlin / dpa 17.03.2017

Einen engeren Vertrauten im Berliner Politikbetrieb hat der neue Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) wohl nicht. Deshalb ist es alles andere als überraschend, dass auch Staatssekretär Stephan Steinlein nun vom Auswärtigen Amt ins Schloss Bellevue wechselt. Oder fast: Denn als Chef des Bundespräsidialamts arbeitet Steinlein künftig nicht im Schloss selbst, sondern in dem modernen Gebäude gleich nebenan.

Steinlein und Steinmeier: Die beiden kennen sich seit Jahrzehnten, obwohl der eine aus Ostwestfalen, der andere aus Brandenburg stammt. Stephan Steinlein (55), als Sohn des evangelischen Superintendenten Reinhard Steinlein in der DDR aufgewachsen und seinerseits studierter Theologe, war 1990 für kurze Zeit der letzte Botschafter der DDR in Paris. 1991 wechselte er nach Bonn ins Auswärtige Amt, 1999 wurde er in der rot-grünen Koalition von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) Pressereferent des damaligen Kanzleramtschefs Steinmeier.

Seitdem sind die beiden fast unzertrennlich. Steinlein folgte Steinmeier 2005 ins Außenministerium und 2009 in die SPD-Fraktion, deren Vorsitzender der erfolglose Kanzlerkandidat wurde. Anfang 2014 kehrte Steinmeier ins Auswärtige Amt zurück und machte Steinlein, seinen ebenso loyalen wie verschwiegenen Gefolgsmann, zum Staatssekretär.

Ganz unbekannt ist dem Vater von vier Kindern auch das neue Amt nicht. Denn in den vergangenen Jahren hatte er Bundespräsident Joachim Gauck auf vielen Auslandsreisen begleitet – natürlich wiederum im Auftrag Steinmeiers. Auf Reisen mit dem Bundespräsidenten – das wird Steinlein nun, als Chef von etwa 200 Mitarbeitern im Präsidialamt, noch viel öfter sein: Am Sonntag übernimmt Frank-Walter Steinmeier die Dienstgeschäfte von Joachim Gauck. gha/

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