Kommentar Stefan Kegel zu den Kosten des Brexit Wettlauf gegen die Zeit

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Autorenfoto Stefan Kegel © Foto: Thomas Koehler/photothek.net Tho
Berlin / Stefan Kegel 13.03.2018

Die bevorstehenden Monate drohen für die deutsche Wirtschaft zu einem Härtetest zu werden. Nicht nur die Einführung höherer Zölle durch die USA macht exportierenden Betrieben das Leben schwer. Fast genau ein Jahr, bevor Großbritannien die EU verlässt, läuten nun weitere Alarmglocken: Allein auf deutsche Firmen kommen durch den Brexit jährliche Kosten von neun Milliarden Euro zu.

Umso schlimmer, dass bislang die Austrittsmodalitäten noch nicht geklärt sind. Ein Jahr Vorlauf hat sich die Wirtschaft gewünscht. Doch bislang tut sich wenig, weil die Briten Themen wie den Status der EU-Bürger oder die Zukunft Nordirlands auf die lange Bank schieben und stattdessen lieber von künftigen Frei­handelsabkommen träumen. Jeder Tag, der verstreicht, ist aber vor allem für kleine und mittlere Betriebe ein Problem – auf beiden Seiten. Ihnen rennt die Zeit davon.

Die Hoffnung auf eine Übergangsperiode bis Ende 2020 könnten dabei trügerisch sein. Denn dieses Polster wird es nur geben, wenn Brüssel und London ein Abkommen zustande bringen. Je schneller, desto besser für die Wirtschaft.

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