Ulm Weiter Mängel bei Vergabe von Studienplätzen

Ulm / AC 05.02.2013

Das seit Jahren angekündigte neue Studienplatzvergabesystem für örtlich zulassungsbeschränkte Fächer wird auch im Wintersemester 2013/14 in Deutschland noch nicht flächendeckend funktionieren. Trotz positiver Erfahrungen im Pilotbetrieb bleiben damit, wie in den vergangenen beiden Jahren, erneut tausende Studienplätze unbesetzt. Das "dialogorientierte Serviceverfahren" (DOSV) soll mit Hilfe einer Internetplattform Mehrfachzulassungen und die Blockade freier Plätze verhindern. Doch trotz eines Appells der Kultusministerkonferenz vom Oktober 2012 beteiligen sich bislang nur 17 Hochschulen aus acht Bundesländern an dem Verfahren. Darunter sind die baden-württembergischen Universitäten Freiburg, Mannheim und Heidelberg. 2200 Plätze in 22 Studiengängen wurden mit dem DOSV bundesweit verteilt - bei 3400 zulassungsbeschränkten Bachelor-Studiengängen an staatlichen Hochschulen.

Die von Ländern und Hochschulen getragene Stiftung für Hochschulzulassung (SFH) ist zuständig für die Einführung des DOSV. Für das Wintersemester sei die Teilnahme von 40 bis 60 der mehr als 380 Hochschulen absehbar, hieß es. Dann soll auch die Uni Tübingen an das System angeschlossen werden, kündigte eine Sprecherin an.