Ulm Was sich ab Dezember ändert: Bahn, Kündigung und Netflix

Im Dezember ändert sich unter anderem der Fahrplan der Deutschen Bahn und auch in Sachen Kündigung von Handy- und Internetverträgen und beim Kindergeld gibt es einige Neuerungen. Bei Netflix gelten neue Preise.
Im Dezember ändert sich unter anderem der Fahrplan der Deutschen Bahn und auch in Sachen Kündigung von Handy- und Internetverträgen und beim Kindergeld gibt es einige Neuerungen. Bei Netflix gelten neue Preise. © Foto: dpa
Ulm / dpa 01.12.2017
Im Dezember gibt es wieder einige Änderungen. Vor allem bei der Bahn, aber auch für Telefon- und Internetkunden sowie Netflix-Nutzer. Hier bekommen Sie den Überblick:

Fahrplan Die Deutsche Bahn hat die bisher größte Fahrplanumstellung vor sich. Zum 10. Dezember verändert sich vor allem auf der Strecke Berlin-München viel. Bahnfahrer sparen bald bis zu zwei Stunden. Sprinterzüge brauchen künftig 3:55 Stunden, von Berlin nach Nürnberg 2:51 Stunden. Es soll täglich 10.000 Sitzplätze mehr geben als bisher.
Die Menschen im Südwesten kommen öfter mit dem Intercity Richtung Schweiz. Pro Tag soll es zwischen Stuttgart, Singen und Zürich 20 zusätzliche Fahrten mit dem IC geben. Zudem gibt es - wie bereits beschrieben - nun zum Beispiel eine ICE-Direktverbindung nach Leipzig.

Kündigungsfrist Telefon- und Internetkunden müssen besser informiert werden. Ab Dezember sind die Anbieter dazu verpflichtet, auf der monatlichen Rechnung die Kündigungsfrist aufzuführen – einschließlich des genauen Datums, zu dem die Kündigung eingehen muss, um eine eventuelle Vertragsverlängerung zu verhindern.

Netflix Es gelten neue Preise beim Internet-Videodienst Netflix. Kunden zahlen etwa zehn Prozent mehr für das Abo. Das Standard-Abo kostet dann monatlich 10,99 Euro – ein Euro mehr als bislang. Das Premium-Paket, mit dem auf vier Geräten zeitgleich in Ultra-HD geguckt werden kann, verteuert sich von 11,99 auf 13,99 Euro. Der Basis-Tarif, der nur einen einzigen Stream, zudem mit geringerer Bildqualität liefert, kostet unverändert 7,99 Euro.

Kindergeld Künftig kann Kindergeld nur noch für sechs Monate rückwirkend beantragt werden und nicht mehr – wie bisher – für bis zu vier Jahre. Das monatliche Kindergeld wird 2018 erneut um zwei Euro angehoben. Für die ersten beiden Kinder gibt es nun jeweils 194 Euro pro Monat, beim dritten Kind sind es 200 Euro und bei jedem weiteren Kind sogar 225 Euro.

Messenger Der AOL Instant Messenger (AIM) wird zum 15. Dezember 2017 nach 20 Jahren eingestellt. Der seit 1997 betriebene Dienst war mit dem etwas älteren Dienst ICQ eine der ersten weit verbreiteten Plattformen für Direktnachrichten und Dateiaustausch mit verbundenen Kontakten. Nutzer können bis zum Tag der Abschaltung ihre Dateien und Chat-Protokolle exportieren, teilen die Betreiber in einem Blogeintrag mit. Dazu müssen sie sich ins Programm einloggen und für jeden Kontakt einzeln die Dateien auswählen und herunterladen. Die Chatverläufe finden Nutzer auf ihren Rechnern über das Suchwort „AIM Logs“ in der Systemsuche für Mac oder Windows. Die so genannte Buddyliste, also die Liste der Kontakte, lässt sich dagegen nicht exportieren. Mit dem Tag der Abschaltung werden alle Daten der Nutzer gelöscht, heißt es in dem Blogeintrag weiter.