Kommentar Patrick Guyton zur CSU und ihren Umfragewerten Umfragewerte der CSU: Alarmsignal für Söder

Patrick Guyton, Autorenfoto
Patrick Guyton, Autorenfoto © Foto: swp
München / Patrick Guyton 26.06.2018

Umfragen sind mit Vorsicht zu genießen. Viel zu oft und viel zu gebannt schauen Politiker auf die Zickzack-Kurven der Demoskopen. So ist es auch bei Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Doch die neue Forsa-Erhebung müsste bei ihm alle Alarmglocken schrillen lassen. Nach seinen ersten 100 Tagen als Ministerpräsident stehen er und seine CSU schlechter da denn je in jüngerer Zeit. Die viel gescholtene Kanzlerin Merkel sehen die Bayern derzeit positiver als den fränkischen Haudrauf.

Anfangs genoss Söder durchaus Ansehen, denn er ist energischer und tatkräftiger als sein Vorgänger Horst Seehofer. Inzwischen kommt die CSU-Politik aber mit Abstand am besten bei AfD-Wählern an. Der bayerischen Mitte, die sich immer von der CSU vertreten sah, sind die rechtslastigen Sprüche, die Aggressivität, die Drohungen Söders und Seehofers zu viel.

 Es geht dabei um wichtige Werte, um Grundlagen, mit denen aus Wahlkalkül heraus gespielt wird: die Einheit der Union, ein Minimum an Menschenwürde in der Asylpolitik, die EU als zukunftsgerichtetes Gemeinschaftsprojekt. Seehofer und Söder sollten wieder ins seriöse Fach wechseln.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel