Berlin / Hajo Zenker Das Aus für die Zeitumstellung ist überfällig. Nun sollten EU-Parlament und Mitgliedsstaaten schnell Fakten schaffen.

Na endlich: Das halbjährliche Vor und Zurück der Stundenzeiger kann bald ein Ende haben: Nie wieder Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit. Das hat die EU-Kommission in die Wege geleitet – ein Beschluss, der aber noch vom EU-Parlament und den Mitgliedstaaten abgesegnet werden muss. Dass die Abgeordneten zustimmen, scheint klar. Wie die Regierungen sich entscheiden, muss sich zeigen. Im Baltikum, in Polen, in Deutschland jedenfalls will man das Hin und Her nicht mehr. Klar ist: Die Chancen auf ein Ende sind so groß wie nie.

Die EU-Kommission will nach Angaben ihres Präsidenten Jean-Claude Juncker beschließen, die halbjährliche Zeitumstellung abzuschaffen.

Dass Brüssel die Sommerzeitfrage nutzt, um endlich einmal in der Öffentlichkeit Punkte zu sammeln, dass die dabei als Auslöser ins Feld geführte Umfrage nicht repräsentativ war und vor allem von Deutschen genutzt wurde – geschenkt! Es geht um die Sache. Und von der Zeitumstellung ist klar, dass sie wirtschaftlich nichts nützt, unsere innere Uhr aber verwirrt.

Nun kann man nur hoffen, dass das von der Kommission an den Tag gelegte Entscheidungstempo auf Parlament und Mitgliedsstaaten abfärbt. Damit die Zeit der Zeitumstellung möglichst bald abgelaufen ist.

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