Kommentar Peter De Thier zur Lage von Donald Trump Trump-Vertraute: Lawine losgetreten

Peter De Thier
Peter De Thier © Foto: Privat
Washington / Peter De Thier 23.08.2018

Immer wieder gelang es US-Präsident Donald Trump während seiner
19 Monate im Amt, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Von engen Beratern, die schwerer Verbrechen beschuldigt oder deswegen gar verurteilt wurden, hat er sich erfolgreich distanziert. Von russischen Versuchen, den Wahlausgang zu beeinflussen, habe er nichts gewusst, heißt es, und bei der Arbeit des Sonderermittlers Robert Mueller handle es sich um eine „Hexenjagd“, wettert der Präsident täglich. Diesmal aber gibt es nichts zu beschönigen. Das Geständnis des früheren Anwalts und Vertrauten Michael Cohen sowie der Schuldspruch gegen seinen Wahlkampfmanager Paul Manafort haben einen Beweis dafür geliefert, dass der amerikanische Rechtsstaat intakt ist.

Cohen und Manafort allein werden den US-Präsidenten nicht zu Fall bringen. Aber sie haben womöglich eine Lawine losgetreten, die früher oder später Konsequenzen für Trump haben kann. Entscheidend wird sein, ob die Demokraten im November zumindest in einer Kongresskammer die Mehrheit zurückerobern. Sie würden dann alles daran setzen, den Präsidenten Donald Trump zu Fall zu bringen.

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