Istanbul Tourismus: Was Urlauber wissen müssen

Istanbul / DPA 13.01.2016
Die Türkei gehört zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen. Was Urlauber nun nach dem Terroranschlag in Istanbul beachten müssen.

Wie ist die Sicherheitslage in der Türkei? Sie ist angespannt, immer wieder kommt es zu Gewalt. "Landesweit ist weiter mit politischen Spannungen sowie gewaltsamen Auseinandersetzungen und terroristischen Anschlägen zu rechnen", schreibt das Auswärtige Amt. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" hat 2015 mehrere Anschläge in der Türkei verübt, bislang jedoch nicht gegen Touristen. Außerdem kommt es im Osten des Landes zu schweren Zusammenstößen zwischen den Sicherheitsbehörden und der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK.

Wie sollten sich Urlauber jetzt verhalten? Reisende in der Türkei sollten sich grundsätzlich von Demonstrationen und Menschenansammlungen insbesondere in größeren Städten fernhalten. Auf belebten Plätzen und in öffentlichen Verkehrsmitteln halten sie sich am besten so kurz wie möglich auf, rät das Auswärtige Amt. In einem aktualisierten Reisehinweis für das Land wird jetzt Reisenden in Istanbul dringend geraten, Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen und vor touristischen Attraktionen zu meiden.

Kann ich eine Städtereise nach Istanbul jetzt kostenlos stornieren? Wahrscheinlich schon. Es bestehe nach derzeitiger Rechtsprechung ein Kündigungsrecht wegen Gefährdung durch höhere Gewalt, erklärt der Reiserechtler Prof. Ernst Führich aus Kempten. Urlauber dürfen ihre Istanbul-Reise also kostenlos umbuchen oder stornieren. Anders sieht es etwa für Badeurlaub in der südlichen Türkei aus. Solche Reisen könnten nicht einfach kostenlos storniert werden, sagt der Jurist.

Wie reagieren die Reiseveranstalter? Tui bietet für Istanbul-Reisen bis zum 18. Januar kostenlose Umbuchungen und Stornierungen an; Thomas Cook für Istanbul-Reisen mit Beginn bis einschließlich 22. Januar. Bei DER Touristik mit den Marken ITS, Jahn Reisen, Travelix, Dertour, Meier's Weltreisen und ADAC Reisen lassen sich Städtetrips nach Istanbul bis zum 10. Februar ohne Gebühren umbuchen oder kündigen. Der Studienreiseanbieter Studiosus bot seinen Kunden schon vor dem jüngsten Anschlag eine kostenlose Umbuchung von Türkei-Reisen bis vier Wochen vor der Abreise an.

Wie steht es um den Tourismus in der Türkei? Er leidet vor allem unter dem Ausbleiben der russischen Urlauber wegen der Sanktionen nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets. Die Russen waren die wichtigste Urlaubernation für die Türkei. Nun sind es die Deutschen.

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