Kommentar Christian Rath zur Gefahr durch Islamisten-Kinder Terror kennt kein Mindestalter

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Berlin / Christian Rath 07.08.2018

Mehrere hundert Kinder und Jugendliche wachsen in Familien auf, die ein dschihadistisches Weltbild pflegen. Für sie ist der Heilige Krieg gegen Ungläubige eine Normalität. Der Verfassungsschutz warnt daher, hier könne eine Generation radikalisierter Islamisten heranwachsen, die schon zu Hause angefixt wird.

Das ist nicht abwegig. Je mehr sich eine Gruppe vom Rest der Welt abschottet, umso wahrscheinlicher werden auch Kinder in diesem Sinne sozialisiert. Zwar haben auch solche Kinder ein Recht auf ihre Eltern und sollten nicht von ihnen getrennt werden. Aber wenn es um Kreise geht, die Gewalt als legitimes Mittel ansehen, dann sind die dort aufwachsenden Kinder zumindest ein Thema für den Verfassungsschutz.

Der Geheimdienst kann die  Dschihadisten-Kinder nicht in Ruhe lassen, bis sie volljährig und für ihren Extremismus selbst verantwortlich sind. Schließlich hat es gerade in Deutschland schon mehrere islamistische Anschläge durch Jugendliche gegeben. So hat die 15-jährige Sabia S. vor zwei Jahren in Hannover einem Polizisten mit dem Messer in den Hals gestochen. Terror kennt kein Mindestalter.

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