„Probleme sind geblieben“ Tafel-Chef fordert Armutsbeauftragte in Bund und Ländern

Jochen Brühl, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutsche Tafeln. Foto: Michael Reichel
Jochen Brühl, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutsche Tafeln. Foto: Michael Reichel © Foto: Michael Reichel
Osnabrück / DPA 08.12.2018

Der Chef des Bundesverbandes der Tafeln, Jochen Brühl, verlangt die Ernennung von politischen Beauftragten für den Kampf gegen Armut.

„Wir brauchen nachhaltige Ideen, sonst hängen wir noch mehr Leute ab“, sagte der Verbandschef der in vielen Städten bestehenden Hilfsorganisationen der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Er zeigte sich enttäuscht über die Debatte um die Essener Tafel in diesem Frühjahr. Der dortige Tafel-Leiter hatte einen vorübergehenden Aufnahmestopp für Ausländer verhängt, weil sie die Tafeln überdurchschnittlich stark in Anspruch nehmen würden, und wurde dafür kritisiert.

Dies sei ein Hilferuf angesichts der massiven Probleme am Rand der Gesellschaft gewesen, erklärte Brühl. Aber: „Die Probleme sind geblieben, die Empörungskarawane ist weitergezogen.“

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