Berlin Stuttgart 21: Bund will Ausstiegskosten prüfen lassen

Berlin / AFP 09.02.2013
Angesichts der Kostensteigerung des Bahnprojekts "Stuttgart 21" erwägt der Bund laut "Spiegel", die Kosten eines Ausstiegs von externen Kontrolleuren prüfen zu lassen.

Angesichts der Kostensteigerung des Bahnprojekts "Stuttgart 21" erwägt der Bund laut "Spiegel", die Kosten eines Ausstiegs von externen Kontrolleuren prüfen zu lassen. Grund dafür seien Zweifel der im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn (DB) vertretenen Staatssekretäre an den von der Bahn kalkulierten möglichen Kosten, berichtet das Magazin.

Die Bahn beziffert die Ausstiegskosten mit zwei Milliarden Euro. Den Staatssekretären sei in DB-Vorlagen aufgefallen, dass darin Positionen eingerechnet worden seien, die mit dem Projekt entweder nicht in Verbindung stünden oder ihrer Ansicht nach viel zu hoch angesetzt worden seien, schreibt der "Spiegel". Demnach sehen die Vertreter des Bundes im Ausstieg aus dem Projekt eine ernsthafte Option. Auch nach einem Treffen mit Bahnchef Rüdiger Grube gebe es Klärungsbedarf bezüglich der Wirtschaftlichkeit des Projekts und der Kosten eines möglichen Ausstiegs.

Die Bahn hatte mitgeteilt, das mit 4,5 Milliarden Euro veranschlagte Projekt werde sich auf mindestens 5,6 Milliarden Euro verteuern. Der Konzern rechnet mit weiteren möglichen Kosten von bis zu 1,2 Milliarden, die er mit den Partnern teilen will - darunter die Stadt Stuttgart und das Land Baden-Württemberg. Diese lehnen das ab.

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