Parteien Strobl warnt CDU vor Spaltung

Berlin/Düsseldorf / Ellen Hasenkamp/Johannes Nitschmann 05.12.2018

Kurz vor der Entscheidung über den CDU-Vorsitz wächst in der Partei die Sorge vor einer drohenden Spaltung der Union. „Es sind spannende Tage, aber das lässt sich nicht ewig fortsetzen“, sagte Parteivize und Südwest-Landeschef Thomas Strobl dieser Zeitung. „Es ist gut, wenn das Rennen noch diese Woche beendet wird. Dann müssen wir wieder gemeinsam voran gehen.“

Die 154 Delegierten aus dem Südwesten stellen auf dem CDU-Parteitag in Hamburg die zweitgrößte Gruppe hinter Nordrhein-Westfalen. Auch bei den dortigen Christdemokraten wird eine Zerreißprobe befürchtet. Während die dortige Parteibasis eher Merz zuneigt, tendiert die Funktionärsriege eher zur dritten Kandidatin Annegret Kramp-Karrenbauer. „Es wird einen Gewinner geben und zwei Nicht-Gewinner“, sagte CDU-Landeschef und Ministerpräsident Armin Laschet, „aber alle drei werden in der Politik gebraucht.“

Ebenso wie Laschet hat sich auch Strobl bislang öffentlich nicht auf einen der drei Kandidaten festgelegt. „Es würde nichts und niemandem nützen, wenn ich heute eine solche Empfehlung aussprechen würde“, sagte Strobl. Aus den Reihen der Südwest-CDU wird vehement für Merz geworben. Hinter den Kulissen wird sogar mit einer Abspaltung des Merz-Flügels gedroht, sollte ihr Kandidat unterliegen.

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