Nach Ella-Desaster Strobl stellt IT-Behörde BITBW auf den Prüfstand

Thomas Strobl (CDU), Innenminister von Baden-Württemberg, stellt die in die Kritik geratene IT-Behörde BITBW auf den Prüfstand.
Thomas Strobl (CDU), Innenminister von Baden-Württemberg, stellt die in die Kritik geratene IT-Behörde BITBW auf den Prüfstand. © Foto: Sebastian Gollnow
Stuttgart / Axel Habermehl 24.08.2018

Die in die Kritik geratene IT-Behörde BITBW kommt auf den Prüfstand. Das kündigte Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU) an. Die Zeit sei reif für eine Evaluation der 2015 eingerichteten Landes-Oberbehörde. Auch das entsprechende Gesetz werde überprüft.

„Nach etwa drei Jahren ist jetzt der richtige Zeitpunkt, dass wir uns das ganz genau anschauen – BITBW selbst und die gesetzliche Grundlage“, sagte Strobl dieser Zeitung. Er plane eine „offene, neutrale und absolut umfassende Bestandsaufnahme und Analyse“. Dazu werde das Land auch externen Rat einholen.

Ausschreibung noch in diesem Jahr

„Auf der Grundlage, die die Expertise aus der Landesverwaltung und die Experten von außen zusammen erarbeiten, schreiben wir noch dieses Jahr eine großangelegte und komplexe Evaluation aus“, kündigte Strobl an. Er beschrieb BITBW, die in seinen Geschäftsbereich gehört, als „zeitgemäßen IT­Dienstleister, der aber natürlich noch besser werden kann“.

Starkes Wachstum, viel Kritik

Die Behörde, 2015 per Landesgesetz von der damals grün-roten Regierung geschaffen, soll als Dienstleister für Ministerien und Ämter gebündelt fast alle IT-Aufgaben übernehmen. Dadurch wächst BITBW seitdem kontinuierlich stark an, was immer mal zu Konflikten und Kompetenzgerangel mit Ministerien führte. Zuletzt geriet BITBW in Zusammenhang mit der Bildungsplattform „Ella“ in die Schlagzeilen. Auch am gesetzlich vorgesehen Nutzungszwang der BITBW-Dienste gab es Kritik.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel