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Zuwanderung Nordrhein-Westfalen (240 656), Bayern (240 166) und Baden-Württemberg (214 279) verzeichneten 2013 die stärkste Zuwanderung aller Bundesländer. Berlin registrierte mit 84 425 Zuwanderern die höchste Pro-Kopf-Zuwanderung. Bei den Fortzügen bildeten ebenfalls NRW (159 301), Bayern (156 604) und Baden-Württemberg (142 792) das Spitzentrio. Berlin verzeichnete 50 601 Fortzüge.

Ausländeranteil Der Anteil der ausländischen Bevölkerung lag 2013 in Berlin und Hamburg (je 13,4 Prozent) am höchsten. Baden-Württemberg verzeichnete einen Ausländeranteil von 11,9, Bayern 9,6 und Brandenburg 2,2 Prozent. Nur in Thüringen (2,0 Prozent) lag diese Quote noch niedriger.

Dem Migrationsbericht zufolge hatten 2013 in Deutschland 15,9 Prozent der 80,6 Millionen Einwohner einen Migrationshintergrund. Darunter fallen Menschen, die seit 1950 nach Deutschland eingewandert sind, sowie ihre Nachkommen. Das gilt unabhängig davon, ob sie eingebürgert sind oder nicht. Die migrantische Bevölkerung nahm 2013 mit 3,8 Prozent so stark zu wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Bevölkerungswachstum Die Zuwanderung führt zu einem Anstieg der Gesamtbevölkerung. Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes lebten 2014 rund 81,1 Millionen Einwohner in der Bundesrepublik. Den vorläufigen Angaben zufolge wurden 2014 etwa 212 000 Menschen weniger geboren als starben. Zugleich überstieg die Zahl der Zuzüge aus dem Ausland die der Fortzüge um mindestens 470 000, was den höchsten positiven Wanderungssaldo seit Beginn der 1990er Jahre bedeuten würde.