STICHWORT · SPRITPREISE: Tipps für Sparer

DPA 27.03.2012

Da die Preise an den Tankstellen auch im Lauf eines Tages stark schwanken können, sollte man unterwegs die Preistafeln der Zapfstationen im Blick behalten und eine günstige Gelegenheit zum Nachtanken nutzen, auch wenn der Tank noch nicht leer ist, rät der ADAC.

Extratouren für die Suche nach günstigen Tankstellen lohnen sich laut Verkehrsclub Deutschland (VCD) aber in der Regel nicht. Unter anderem machen der Mehrverbrauch für den Umweg und der zusätzliche Fahrzeugverschleiß den Kostenvorteil schnell zunichte, erklärte Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher beim VCD.

Wer sich eigens auf die Reise mache, um einen Preisvorteil von 3 Cent auszukosten und 50 Liter tanken will, spare rein rechnerisch 1,50 Euro. Das entspreche weniger als einem Liter Kraftstoff, so Lottsiepen. Verbraucht der Wagen rund sieben Liter auf 100 Kilometer, kommt man damit keine 15 Kilometer weit. Berücksichtigt man noch den Fahrzeugverschleiß, rentieren sich nicht einmal 10 Kilometer Umweg.

Die Rohölpreise an den Spotmärkten in Rotterdam und den USA sind nach Angaben der Firma Tecson in der vergangenen Woche kaum nach oben gegangen. Lediglich vergangenen Freitag kam es zu einer Erhöhung von einem Dollar pro Barrel (159 Liter). Gestern legte der Ölpreis um einen halben Dollar zu. Für die europäische Marke Brent lag er bei 125,75 US-Dollar, die Sorte West Texas Intermidiate kostete 106,6 Dollar pro Fass. Der Konflikt mit dem Iran um sein Atomprogramm und das EU-Ölembargo gegen Teheran sind zurzeit das preistreibende Thema auf dem Rohstoffmarkt. Massive Preissprünge hat es aber in den vergangenen Wochen nicht gegeben.