STICHWORT · RAMSTEIN: Fliegen, kämpfen und gewinnen

CF 03.02.2012

Die Ramstein Air Base (AB) in Rheinland-Pfalz gehört mit den US-Einheiten in Landstuhl zur "Kaiserslautern Military Community" (KMC). In ihr leben Angaben der US-Luftwaffe zufolge 13 000 Soldaten, 9000 Zivilangestellte und weitere 25 000 Familienangehörige - rechnet man die Pensionäre und deren Angehörige dazu, ist die KMC mit 54 000 Amerikanern die größte US-Ansiedlung außerhalb der USA. Die KMC beschäftigt zudem 6000 deutsche Zivilangestellte.

Auf der Ramstein AB sind zwei Kampfverbände der US-Luftwaffe stationiert: Die 3rd Air Force, die dem European Command und dem Africa Command (beide befinden sich in Stuttgart) unterstellt sind, sowie die 17th Air Force, die seit 2008 zum Africa Command gehört. Dazu kommt eine Transporteinheit (86th Airlift Wing), die unter anderem für den Transport von Verwundeten zuständig ist - die USA verlegen diese ins nahegelegene Militärkrankenhaus Landstuhl. Seit Schließung der Rhein-Main AB in Frankfurt ist Ramstein der wichtigste europäische Stützpunkt für Lufttransporte. Das Motto: "Fliegen, kämpfen und gewinnen - in der Luft, im Weltraum und im Cyberspace." Die Ramstein AB gilt als eines der in Deutschland verbliebenen US-Atomwaffendepots - Medienberichten zufolge soll es aber geräumt sein. In Ramstein befindet sich auch das Kommando der Nato-Luftstreitkräfte.

Mehrere Vorfälle brachten der Ramstein Air Base traurige Berühmtheit ein: 1981 verübte die Rote Armee Fraktion (RAF) einen Sprengstoffanschlag auf die US-Truppen, 1988 kollidierten bei einer Flugschau drei Flugzeuge der italienischen Kunstflugstaffel Frecce Tricolori - eine der Maschinen stürzte in die Zuschauermenge.