STICHWORT · ÖSTLICHE PARTNERSCHAFT: Die beteiligten Länder

DPA 29.11.2013

Sechs Ex-Sowjetrepubliken haben sich dem EU-Programm der östlichen Partnerschaft angeschlossen. Für viele gilt die EU als Alternative zum Vormachtstreben Russlands:

Ukraine Mit rund 45 Millionen Einwohnern ist sie das bedeutendste Land in dem Partnerschaftsprogramm. Die Ukraine gilt als wichtiges Transitland für Gas und als großer Wachstumsmarkt. Wegen der hohen wirtschaftlichen Abhängigkeit von Russland verzichtete die Führung in Kiew aber auf die Unterzeichnung eines weitreichenden Assoziierungsabkommens mit der EU.

Weißrussland Das noch stark sowjetisch geprägte Land gilt als letzte Diktatur Europas. Die EU und die USA haben unter anderem wegen Menschenrechtsverletzungen Sanktionen verhängt. Belarus ist das letzte Land in Europa, das die Todesstrafe vollstreckt. Es steht sehr unter dem Einfluss Moskaus.

Moldau Der Nachbar des EU-Mitglieds Rumänien hat die größten demokratischen Fortschritte gemacht und kann mit einer Aufhebung der EU-Visapflicht rechnen. Russland hat wegen der EU-Annäherung ein Wein-Importverbot verhängt.

Georgien Die Schwarzmeerrepublik strebt in die EU und in die Nato. Seit einem Krieg mit Russland, bei dem das Land die Regionen Abchasien und Südossetien verlor, gibt es keine diplomatischen Beziehungen mehr mit dem Riesenreich.

Aserbaidschan Die Republik am Kaspischen Meer ist autoritär geführt. Sie kann sich angesichts großer Öl- und Gasressourcen eine selbstbewusste Eigenständigkeit leisten. Das Land bemüht sich um eine Annäherung an den Westen.

Armenien Das verarmte Land hängt wirtschaftlich am Tropf Russlands und unterschreibt deshalb kein Abkommen mit der EU.