Das Ja der Iren für die so genannte Homo-Ehe, hat in Deutschland eine Debatte entfacht. Die Auseinandersetzung um die rechtliche Gleichstellung Homosexueller dauert schon lange an:

1872 Der Paragraf 175 des neuen deutschen Reichsstrafgesetzbuches stellt sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts unter Strafe.

1935 Die Nationalsozialisten verschärfen Paragraf 175. Zudem wird durch Gesetze über die "Verhütung erbkranken Nachwuchses" die Kastration Homosexueller ermöglicht.

1957 Das Bundesverfassungsgericht erklärt die NS-Version des Paragrafen 175 für verfassungskonform. Homosexueller Geschlechtsverkehr bleibt verboten.

1969 Einvernehmliche homosexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen sind nicht mehr strafbar.

1979 In Bremen und Berlin finden erste Christopher Street Days statt. Dabei demonstrieren Lesben und Schwule gegen Ausgrenzung.

1989 Dänemark erlaubt als erstes Land die so genannte Homo-Ehe.

1993 Das Bundesverfassungsgericht verneint einen Anspruch gleichgeschlechtlicher Paare auf Eheschließung.

2001 Das von der rot-grünen Regierungskoalition formulierte Gesetz zu eingetragenen Lebenspartnerschaften tritt in Kraft.

2002 Das Bundesverfassungsgericht bestätigt das Gesetz.

2005 Das "Gesetz zur Überarbeitung des Lebenspartnerschaftsrechts" tritt in Kraft. Es wird weitgehend an das Eherecht angeglichen.

2009/2010/2012/2013 In einer Reihe von Urteilen stärkt das Bundesverfassungsgericht homosexuelle Lebenspartnerschaften.