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Der Kampf gegen den Terrorismus ist eines der Hauptthemen des EU-Gipfels am Donnerstag. Das Ziel lautet vor allem, bereits vorhandene Instrumente besser zu nutzen.

Fahndung an den Grenzen Polizei und Grenzschutz können schon jetzt Daten über potenzielle Dschihadisten über die EU-Fahndungsdatenbank SIS austauschen. Strittig ist noch, ob an den Außengrenzen der Union in großem Stil die Daten von EU-Bürgern damit abgeglichen werden sollen.

Fluggastdaten Bei diesem Streitthema dürften sich die Staats- und Regierungschefs hinter das geplante europäische Fluggastdatensystem (PNR) stellen. Dies soll die Daten von Passagieren und Kreditkartennummer speichern. Fahnder könnten so einreisende Terroristen aufspüren. Seit 2012 erhalten die USA bereits die Daten von Reisenden auf Flügen von Europa in die USA - ein europäisches System wird vom EU-Parlament blockiert.

Vorratsdatenspeicherung Bei diesem Thema ist keine baldige Einigung zu erwarten. Der Begriff steht für die systematische Speicherung von Telefon- und Internetdaten der Bürger, die Ermittlern bei der Jagd nach Terroristen helfen soll. Der Europäische Gerichtshof hatte eine EU-Regelung 2014 gekippt.

Terrorismusfinanzierung Die EU dreht mit strengen Geldwäschegesetzen Terroristen den Geldhahn zu. US-Fahnder haben zudem Zugriff auf die Bankdaten von Verdächtigen in Europa. Auf einer EU-Terrorliste stehen Namen von Personen, deren Konten in Europa eingefroren werden.

Prävention Über Netzwerke teilen Experten EU-weit ihr Wissen. Dies soll die Rekrutierung von Terroristen verhindern.