Das neue Forschungsprojekt legt die Betonung stärker auf qualitative Untersuchungen. Wesentliche Ziele des Projekts "Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz" sind die Untersuchung von Täterstrategien, Opfererleben und institutionellen Aspekten. Der Ausschreibung zufolge soll das Projekt von 2014 bis 2017 laufen.

Die Bischöfe sprechen sich auch für mehr Transparenz und Kontrolle bei den Kirchenfinanzen aus. "Wir verstehen das wachsende Bedürfnis der Menschen zu wissen, über welches Vermögen die deutschen Bistümer verfügen und für welche Zwecke diese Mittel verwendet werden", sagte der bisherige Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch.

Eine eigene Arbeitsgruppe setze sich mit dem Themenfeld systematisch auseinander und erarbeite Handlungsempfehlungen, fügte Zollitsch zum Abschluss der Frühjahrsvollversammlung hinzu. Im nächsten Schritt würden der Verwaltungsrat und der Verbandsausschuss des Verbandes der Diözesen Deutschlands die Beratungen fortsetzen.

Zugleich erklärte Zollitsch, es handele sich um ein kompliziertes Vorhaben. Ein Bistum sei nicht mit einem Unternehmen vergleichbar. Zudem gebe es zwischen den Bistümern große Unterschiede.