Bundesweit präsentieren sich die Bewerber um den SPD-Parteivorsitz auf fast zwei Dutzend Regionalkonferenzen. Nun kommen sie auf ihrer Deutschland-Tour zum ersten Mal auch nach Baden-Württemberg. In Filderstadt werben die 15 Kandidatinnen und Kandidaten - sieben Bewerberpaare und ein Einzelbewerber - am Samstag (16.00) für sich und ihre Positionen, eine Woche später kommen sie in Ettlingen erneut zusammen. Nach dem Auftakt der insgesamt 23 Regionalkonferenzen am 4. September in Saarbrücken hatte sich der kommissarische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel zufrieden mit dem Casting gezeigt: „Es hat als Format funktioniert.“

Vor drei Monaten war Andrea Nahles vom Bundesvorsitz zurückgetreten. Der Parteivorstand hatte daraufhin entschieden, dass auch ein Duo die Partei führen kann, die Mitglieder sollten das Wort haben. Insgesamt sind 23 Regionalkonferenzen geplant, der Abschluss ist am 12. Oktober in München. Anschließend können die SPD-Mitglieder dann vom 14. bis 25. Oktober eine neue Führung wählen. Bekommt niemand mehr als die Hälfte der Stimmen, findet vom 19. bis 29. November eine Abstimmung der Basis zwischen den Erst- und Zweitplatzierten statt. Die Mitgliederbefragung ist Grundlage der formalen Wahl: Die nehmen die Delegierten des Parteitags vom 6. bis 8. Dezember in Berlin vor.

Der Reigen der Regionalkonferenzen hatte vor eineinhalb Wochen (4.9.) in Saarbrücken begonnen. Dort hatte das Duo aus der Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange und ihrem Bautzener Amtskollegen Alexander Ahrens überraschend seinen Rückzug erklärt. Es sprach sich für das Duo aus dem Ex-NRW-Finanzminister, Norbert Walter-Borjans, und der Bundestagsabgeordneten Saskia Esken aus. Auch die Jusos unterstützen diese beiden Kandidaten. Finanzminister Olaf Scholz, der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius sowie Parteivize Ralf Stegner sitzen ebenfalls auf dem Bewerber-Karussell.

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